Neue Ratgebersendung im Ersten "Kriminalreport" will über Verbrechen und Prävention aufklären

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Der "Kriminalreport"  im Ersten berichtet bundesweit und aktuell rund um die Themen Sicherheit, Kriminalität und Prävention. Die erste Ausgabe mit Moderatorin Judith Rakers ist am Montag, 27. August 2018, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Foto: rbb/HR/SWR/Ben KnabeDer "Kriminalreport" im Ersten berichtet bundesweit und aktuell rund um die Themen Sicherheit, Kriminalität und Prävention. Die erste Ausgabe mit Moderatorin Judith Rakers ist am Montag, 27. August 2018, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Foto: rbb/HR/SWR/Ben Knabe

Osnabrück. Ermittler mit fast übermenschlichen Fähigkeiten, haarsträubende Betrugsmaschen im Internet und ein absurder Mordfall: das neue ARD-Ratgebermagazin „Kriminalreport“ will mithilfe von Betroffenen, Experten und Einblicken in die Polizeiarbeit über Verbrechen und Sicherheit aufklären.

40 Beamte der bayrischen Polizei haben eine besondere Gabe. Sie sind Super-Recognizer. Der englische Begriff bezeichnet Menschen, die sich extrem gut Gesichter merken können. Sie sollen nun gezielt in einer Spezialeinheit zum Einsatz kommen und beispielsweise Personen auf Bildern von Überwachungskameras erkennen. Bei Scotland Yard in Großbritannien gibt es bereits eine eigene Abteilung dafür. Das ist eines der Themen in der neuen Sendung „Kriminalreport“, die ab heute immer montags im Ersten gezeigt wird. 

"Opfern von Kriminaldelikten eine Stimme geben"

Moderiert wird das Ratgeberformat von Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers. Neben Einblicken in die Polizeiarbeit soll auch von spektakulären Verbrechen berichtet werden. Anders als bei der bekannten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ wird es aber keine Live-Fahndung im Fernsehen geben, zu der die Bevölkerung zugeschaltet wird. „Wir unterstützen zwar die Polizei, indem wir über besondere Fälle berichten. Zur Aufklärung verweisen wir jedoch ganz normal auf die Polizei-Hotlines“, sagt Judith Rakers, der selbst schon das Auto in Hamburg gestohlen wurde. „Wir wollen Hintergrundwissen liefern, aufklären und den Betroffenen und Opfern von Kriminaldelikten eine Stimme geben“, so die Moderatorin, die sich seit Jahren mit einer Alarmanlage schützt. Auch Experten sollen in Studiogesprächen zu Wort kommen.

So spricht der "Kriminalreport" mit den Betrogenen einer neuen Art des Heiratsschwindels, die Love Scamming genannt wird. Auf Dating-Plattformen und in sozialen Netzwerken werden Männer wie Frauen Opfer dieser Masche, weil sie glauben, im Internet die große Liebe gefunden zu haben. Die Täter, die von Internet-Cafés in Afrika und Osteuropa aus operieren, wollen ihre Opfer psychologisch abhängig machen, gaukeln dann eine persönliche Notlage vor, um so Geld zu erpressen. Das Produktionsteam hat auch einen Amerikaner aufgespürt, dessen Profil mehrfach unter falschem Namen missbraucht wurde.

Betrugsmaschen im Internet 

Weitere Themen der Erstsendung drehen sich ebenfalls um Betrugsmaschen im Internet und dürften – auch aufgrund der zunehmenden Zahl an Internetnutzern - nah am Verbraucher sein. „Der ganze Bereich der Internet-Kriminalität ist noch recht neu und sehr komplex. Viele Menschen fühlen sich in diesem Dschungel hilflos. Viele Menschen fühlen sich in diesem Dschungel hilflos“, sagt Moderatorin Rakers, die manchmal ebenfalls Unsicherheitsgefühle hat. „Und das obwohl ich jedes Jahr die Zahlen der Kriminalstatistik in der "Tagesschau" verkünde und daher weiß, dass die Zahl der Straftaten insgesamt rückläufig ist.“ Aufklärung könne da helfen. Beispielsweise wie man als Kunde Fake Shops im Internet erkennt und nicht auf Immobilienbetrug hereinfällt.

Einblicke in das teils absurde deutsche Justizsystem will das Ratgebermagazin mit dem neu aufgerollten Mordfall der Frederike von Möhlmann geben: 1982 wurde die damals 17-Jährige ermordet und ein Täter gefasst. Vom Landgericht Lüneburg zu lebenslanger Haft verurteilt, ging er in Revision und wurde freigesprochen. Erst 30 Jahre später konnte eine DNA-Analyse seine Täterschaft eindeutig nachweisen. Da das deutsche Recht nicht erlaubt, jemanden mehrmals für eine Tat zu verurteilen, bleibt der Mörder auf freiem Fuß. Frederikes Vater fordert eine Gesetzesänderung und hat inzwischen mehr als hunderttausend Unterstützer für seine Online-Petition. "Kriminalreport" hat mit ihm gesprochen und im Justizministerium nachgefragt. 

"Kriminalreport", Montag, 27. August, 20.15 Uhr, im Ersten.


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