Selbstbefriedigung und Selbstvermarktung Promi Big Brother: Wie Schropp sich von Katja und Mike vorführen lässt

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Promi Big Brother 2018: Einer der wenigen Momente, in denen Katja nicht die Hände an den eigenen Brüsten hat. Foto: Sat.1Promi Big Brother 2018: Einer der wenigen Momente, in denen Katja nicht die Hände an den eigenen Brüsten hat. Foto: Sat.1

Berlin. Mike legt Karten, Katja Hand an sich selbst. Und die "Promi Big Brother 2018"-Moderatoren Schropp und Lufen versagen.

Selbstbefriedigung und Selbstvermarktung: Am vierten Tag von "Promi Big Brother 2018" sind die Grenzen fließend.

Mike Shiva legt Karten und lobt sich

Am vierten Tag von „Promi Big Brother“ ist Nicole ein bisschen traurig. Gleich zwei ihrer Mitbewohner fühlen sich zuständig: Alphonso Williams, der Lilalaune-Bär des Containers. Und der seelenkundige Hellseher Mike Shiva. Beide verhalten sich vollkommen rollenkonform: Alphonso verbreitet gute Laune; Mika Shiva zieht Nicole dann wieder runter. Logisch. Der Mann kommt vom Astro-TV. Wer seine Kunden hier wirklich glücklich macht, hat bald keine Anrufer mehr in der Hotline. Später legt Mike Shiva Alphonso die Karten und lobt sich selbst: Immer wieder, sagt er, hat er Sache rausgefunden, die er gar nicht wissen konnte! (Mehr Promi Big Brother: Das sind die Geheimrezepte der Kandidaten)


Promi Big Brother 2018: Mike Shiva staunt über seine eigenen Astro-Fähigkeiten. Foto: Sat.1


Schropp und Lufen lassen sich vorführen

Reality-Shows sind ein Balance-Akt zwischen dem Selbstmarketing der Promi-Kandidaten und dem Spott aus der Regie. Für Jochen Schropp und Marlene Lufen, das Moderationsteam von „Promi Big Brother“ ist dieser Grat zu schmal. Auch Shivas Einspieler präsentieren sie mit dem Frühstücksfernsehen eingeübten Dauerlächen. : „Ich glaube ihm“, sagt Schropp über den Astro-Unternehmer. „Das ist eine gute Seele.“ Wer wissen will, wie das Esoterik-TV seine verzweifelten Zuschauer abzockt, muss stattdessen Oliver Kalkofe gucken. Der erklärte Shivas Geschäftsmodell schon vor Jahren in drei erhellenden Minuten – anhand eines TV-Ausschnitts, in dem eine Anruferin Shiva von den 760 Euro erzählt, die sie an kostenpflichtige Hotlines vergeudet hat. (Meine Privatsphäre endet an der Klotür: "Global Gladiator" Lucas Cordalis packt aus)


Diese Worte sollte Schropp der SexTuberin Katja entgegenschleudern

Auch bei Katja Krasavice fällt die Bilanz von Schropp und Lufen bescheiden aus. Schon in der ersten Folge hatte die Youtuberin angedroht, sich öffentlich zu befriedigen. Sat.1 war also vorbereitet, als die 22-Jährige am vierten Tag gleich zweimal loslegte, erst im Bett und dann in der Badewanne. Für die Wasserspiele hatte Katja eine Panne vorbereitet – und sich bei unverschlossener Tür erwischen lassen. Hihi. Sophia Vegas, die mehrfach brustvergrößerte Ex-Frau eines Ex-Zuhälters, fällt als erste darauf rein und wendet sich ab. Die Empörung ist vielleicht bigott, aber auch nachvollziehbar: Katjas vulgäres Seufzen hat unbestreitbar etwas sehr Abstoßendes.  

Behalt dein gespielten Orgasmen für dich, müsste Jochen Schropp jetzt rufen. Dein Rumgefummel wirkt nicht heiß, sondern völlig verhaltensgestört! Wenn du noch einmal deine Brüste drückst, denkt keiner mehr an Sex, sondern nur an den Zoo-Affen, der sich hospitalistisch befingert! So ungefähr müsste Sat.1 eine Selbstinszenierung brechen, mit der Katja das gesamte männliche Publikum als hirnlose Voyeure hinstellt. Stattdessen lässt die Regie die Kamera Katjas Körper abfahren.

Mike rettet die Szene: Happy End bei "Promi Big Brother 2018"

Immerhin: Bei der Masturbationsshow macht Mike Shiva sich wirklich mal nützlich. Auch er ist einer der Bewohner, die Katja in die Falle tappen und sie bei im Intimbad „überraschen“. Statt peinlich berührt zu fliehen, baut er sich behaglich vor ihr auf – und zerstört all die falsche Erotik mit teigigen Therapiesprüchen: „Das bringt so viel“, lobt er den Duschkopf in Krasavices Unterhose. „Schön Zeit lassen und konzentriert weitermachen.“


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