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Global Gladiators 2018 Was ist mieser, Frau Höller: Gladiators oder GNTM?

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Global Gladiators 2018: Mit Miriam Höller hat Pro Sieben sich eine echte Stuntfrau in die Show geholt. Foto: Henning Kaiser/dpaGlobal Gladiators 2018: Mit Miriam Höller hat Pro Sieben sich eine echte Stuntfrau in die Show geholt. Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin. Bei GNTM hat Miriam Höller sich die Füße gebrochen. Jetzt war die Stuntfrau bei "Global Gladiators". Was war härter?

In der zweiten Staffel der Pro-Sieben-Show "Global Gladiators" (ab Donnerstag, 23. August, 20.15 Uhr) stürzt Miriam Höller sich in halsbrecherische Action-Spiele. Bei "Germany's Next Topmodel" hatte sie sich wirklich die Knochen gebrochen. Im Interview vergleicht die 31-Jährige beide Formate. (Termine, Kandidaten, Quoten: Alles über die "Global Gladiators 2018")


Frau Höller, bei „Germany’s Next Topmodel“ haben Sie sich 2010 bei nichts als einem Foto beide Füße gebrochen. Wie konnten Sie jetzt noch den Aufbauten vertrauen , an denen Pro Sieben die Kandidaten von „Global Gladiators“ von Hochhäusern und Bergmassiven hängen lässt?

Ich kannte das Stunt-Team schon vorher und durfte mir den Aufbau jedes Mal genau angucken. Zwei oder dreimal habe ich das gemacht, aber zum Schluss habe ich mich einfach eingeklinkt und losgelegt. Die arbeiten sehr genau, und das macht diese Arbeit auch aus: Vertrauen.

Global Gladiators 2018: Miriam Höller und Joey Heindle kämpfen für das Team Rot. Foto: ProSieben/Richard Hübner


Durften Sie Stunts, für die Ihr Team Sie nicht ausgewählt hat, nach Drehschluss heimlich noch mal ausprobieren? Man sieht schon in der ersten Folge von „Global Gladiators“, wie unglücklich Sie waren, die 360-Grad-Schaukel am Bergabhang verpasst zu haben.

Mir hat das Herz geblutet, aber sobald die Szene gedreht ist, wird alles wieder abgebaut. Da steckt wochenlange Arbeit drin; und ich werde nie wieder die Gelegenheit haben, an diesem Berg zu schaukeln. Ich weine der Szene immer noch hinterher. Das war am ersten Tag, ich war voller Tatendrang und durfte nur Däumchen drehen.  (Meine Privatsphäre endet an der Klo-Tür: Lucas Cordalis über "Global Gladiators 2018")

Darf man sich für solche Fälle eigentlich ein gutes Buch mitnehmen?

Als Kandidat darf man nichts mitnehmen, das einen unterhält: nichts zu lesen, keine Spiele, Karten, gar nichts. Wir mussten uns die ganze Zeit miteinander beschäftigen. Das war für mich die eigentliche Herausforderung: der Lagerkoller. Viele Kandidaten haben unter den sportlichen Herausforderungen gestöhnt: das Springen, Rennen, Klettern. Das war für mich der Grund bei „Global Gladiators“ mitzumachen.

Den knappen Platz im Truck teilen Sie sich nicht nur mit sieben Kollegen, sondern auch mit 26 Kameras. Gibt es Bilder, die Sie lieber nicht im Fernsehen sehen wollen?

Was immer es ist, ich glaube, dass genau die gezeigt werden. Wie wir alle war ich bei „Global Gladiators“ viel dünnhäutiger als im normalen Leben. Eigentlich bin ich gar nicht so zickig. In der Show werden alle Emotionen auf einmal viel größer.


Global Gladiators 2018: Ben, Jana Pallaske, Miriam Höller, Joey Heindle, Manuel Cortez, Sabrina Setlur, Lucas Cordalis, Sabia Boulahrouz. Foto: Pro Sieben/Richard Hübner

Wenn Sie „Global Gladiators“ und GNTM vergleichen – wo haben Sie sich wohler gefühlt?

GNTM war nicht mein Ding, weil dort Models gesucht werden – was ich nicht bin. Als Gladiator sehe ich mich viel eher: Ich bin eine Kämpferin, will gefordert werden und Energie, Kraft und Mut zeigen. Ich würde sofort noch einmal in den Container gehen, obwohl der Druck viel größer ist als bei GNTM, obwohl wir diesmal 24 Stunden am Tag gefilmt wurden. Bei GNTM war das alles ganz anders: Wir wurden nicht im Schlaf gefilmt, wir wohnten in Villen ...

Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass GNTM die Kandidaten mehr bloßstellt als „Global Gladiators“, wo unter allen Beteiligten ein großer Teamgeist zu herrschen scheint.

Beim Topmodel herrscht Konkurrenz pur. Es fällt mir schwer, die Formate zu vergleichen. Es ist auch sehr lang her, ich war 2010 dabei. GNTM ist ganz anders: Es sind nur Frauen da, jede Kandidatin kämpft gegen alle anderen – bei „Global Gladiators“ waren wir Teams. Wir weinen auch, wir kommen auch an unsere Grenzen, aber mit einem wichtigen Unterschied: Bei „Germany’s Next Topmodel“ geht es um Äußerlichkeiten, bei „Global Gladiators“ geht es um physische und mentale Leistung. Davor haben alle Respekt. Jeder Kameramann, der einen Sprung vom Felsen filmt, erkennt den Mut an. Das Aussehen ist den Topmodel-Kandidatinnen in die Wiege gelegt worden, das weckt einfach keinen so großen Respekt.

Bei „Global Gladiators“ mussten Sie sich gegenseitig auf die Abschussliste setzen. Wie haben Sie gewählt: nach Sympathie oder nach Stärke des Gegners?

Ich habe immer persönlich entschieden – aber nur weil ich auf keinen Fall strategisch wählen wollte. Mir war es wichtig, dass am Ende wirklich die stärksten Gegner im Finale sind.

Kannten Sie vor der Show schon einen der anderen Kandidaten?

Nicht einen. Ich habe jeden einzelnen googeln müssen, um mich vorzubereiten. Ich bin nicht so die Promi-Expertin. Und mir war selbst nicht klar, wie schnell und wie gut man sich dann in der Show kennenlernt. Auch der Zuschauer: Wir ziehen uns emotional bis auf die Unterhose aus.

Haben Sie Ihre Gagen verglichen?

Das ist uns vertraglich untersagt; wir dürfen nicht darüber sprechen.

Machen Sie nach „Global Gladiators“ noch andere Formate?

Ja. Es kommen tolle Aufträge rein, „Ninja Warrior“ zum Beispiel, ich fahre eine Rallye, im Europapark bin ich das neue Gesicht von Traumatica, den Horror-Nights, die vorher Marc Terenzi gemacht hat. Ein Traum von mir ist immer noch „Let’s Dance“. Das habe ich schon gesehen, als ich im Rollstuhl saß – da habe ich mir „Let’s Dance“ angesehen, um mich zu motivieren. Genauso war es jetzt bei „Global Gladiators“: Nachdem ich unterschrieben hatte, habe ich doppelt so viel trainiert.

(Luft nach oben: Lesen Sie hier unsere Kritik der ersten Staffel von "Global Gladiators")


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