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Global Gladiators 2018 Lucas Cordalis: Meine Privatsphäre endet an der Klotür

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Global Gladiators 2018: Lucas Cordalis zeigt sich bei der Vorab-Aufführung der Pro-Sieben-Show siegessicher. Foto: imago/APressGlobal Gladiators 2018: Lucas Cordalis zeigt sich bei der Vorab-Aufführung der Pro-Sieben-Show siegessicher. Foto: imago/APress

Berlin.. Lucas Cordalis wird zum "Global Gladiator". Vorab erzählt er vom Leben an der Seite eines Reality-Stars.

In der zweiten Staffel der Pro-Sieben-Show "Global Gladiators" (ab Donnerstag, 23. August, 20.15 Uhr) rast Lucas Cordalis von Felswänden in die Tiefe. Im Interview erzählt er vom Verlust der Privatsphäre - in der Show und in der Ehe mit dem Reality-Star Daniela Katzenberger. (Termine, Kandidaten, Quoten: Alles über die "Global Gladiators 2018")

Herr Cordalis, seit sie Daniela Katzenberger geheiratet haben, sagen Sie einmal bei „Global Gladiators, endet Ihre Privatsphäre an der Klotür. Waren 26 Kameras auf 24 Quadratmetern trotzdem eine Herausforderung? Waren Sie kontrollierter als sonst?

Lucas Cordalis: Am Anfang ja, aber man kann das nicht 24 Stunden am Tag durchhalten. Und es sind nicht nur die Kameras: Die Klo-Wände im Container sind sehr dünn. Sollte man mal ein großes Geschäft verrichten, bekommt es jeder mit. Privatsphäre gab es überhaupt keine.

Gab es Situationen, die Sie auf keinen Fall im Schnitt sehen wollen?

Gerade die Sachen, die einem peinlich sind, die sind auch unterhaltsam. Das wusste ich schon, als ich mich auf das Konzept eingelassen habe. Natürlich gab es Blicke und Worte, bei denen ich mich hinterher frage: War das nötig? Aber in der Situation war es das. Und ich überlasse es den Profis vom Schnitt, das Beste rauszusuchen.

Man bekommt bei der ersten Folge nicht das Gefühl, dass die Kandidaten blamiert werden sollen. Es scheint so, als hätte sich die Solidarität unter den Kandidaten auf das ganze Produktionsteam übertragen.

Wir haben uns geschworen, dass wir nicht das Niveau anderer Formate erreichen wollen – in denen sich die Kandidaten einfach nur ankeifen.


An ihrer Seite ist es mit der Privatsphäre aus: Lucas Cordalis und seine Frau Daniela Katzenberger. Foto: Henning Kaiser/dpa


Gibt es in Ihrem Alltag Momente in denen Sie bereuen, mit dem Ja-Wort nicht nur in eine Ehe, sondern auch in ein Leben mit dem Boulevardmedien eingewilligt zu haben? Oder sind Sie die Öffentlichkeit als Sohn von Costa Cordalis sowieso von Kind auf gewohnt?

Meinen persönlichen Weg hatte ich immer im Hintergrund gesehen, als Komponist, als Produzent. So war mein ursprünglicher Plan. Dann habe ich mit meinem Vater „Viva la noche“ eingespielt, eigentlich nur zum Spaß. Der Song wurde ein Riesenhit; da war ich gefangen und musste auf die Bühne. Dann habe ich mich in Daniela verliebt, und es war klar: Die Frau wird sich nicht ändern, das ist ihr Leben, ihr Beruf, ihr alles. Also habe ich gelernt, damit umzugehen und meine Rolle in all dem gesucht.

Wer mit der „Bild“ im Fahrstuhl nach oben kommt, den bringt die „Bild“ auch wieder nach unten, sagt man. Haben Sie manchmal Angst vor dem Boulevard?

Für mich ist der einfachste Weg, authentisch zu sein. Ich trinke nicht, ich bin nicht drogensüchtig, habe keine Exzesse und betrüge meine Frau nicht. Deshalb kann ich relativ gut damit umgehen.


Im Schatten des berühmten Vaters: Lucas und sein Vater Costa Cordalis vor genau 20 Jahren im ZDF-Fernsehgarten. Foto: Oliver Berg/dpa


Und trotzdem hat man im Leben nicht alles unter Kontrolle.

Siehe Jan Ullrich. Ein Mega-Sportler, der jetzt so eine schwere Zeit durchleben muss. Und wir alle fragen uns: Wie kann so was passieren? Ich kann zum Glück sagen, dass wir uns in unserer Familie alle sehr gut unterstützen.

Bei „Global Gladiators“ durften Sie nicht nur unterstützend sein. Am Ende jeder Episode mussten die Kandidaten einander für eine Abschussliste nominieren. Wen haben Sie genommen: den nervigsten Mitbewohner oder den stärksten Gegner?

Wenn ich ehrlich sein soll, war mein Gedanke immer: Wem würde es am wenigsten wehtun?

Haben Sie trotzdem genug Zank geliefert, um dem Reality-Teil von „Global Gladiators“ gerecht zu werden?

 Wir sind gemeinsam durch Täler gegangen und über Berge gestiegen – aber gerade dabei gab es natürlich auch Momente, in denen wir uns gehasst haben. Und im Laufe der Zeit sagt man dann natürlich trotzdem, was am anderen nervt.

Wer nervte am meisten?

Unterschiedlich. Selbst in meinem Team gab es Leute, die mir extrem auf den Zeiger gegangen sind – und, naja, die waren weiblich. Ich will mich nicht als Alpha-Tier bezeichnen, aber meine Aufgabe als Team-Chef war es, Entscheidungen zu treffen. Und es gab Leute, die mir das streitig machen wollten. Es kam dann auch zum Eklat.

Haben Sie die erste Staffel von "Global Gladiators" gesehen?

Mehrfach. Ich musste mich ja vorbereiten.

Welche ist besser?

Man sagt mir: die zweite. Aber das muss der Zuschauer entscheiden.


Halsbrecherische Spiele: Lucas Cordalis bei "Global Gladiators 2018". Foto: ProSieben/Richard Hübner


  (Lesen Sie hier unsere Kritik der ersten Staffel)


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