TV-Programm im WDR Spannende Doku: Gutes tun im Urlaub – und wer daran verdient

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In einem Kindergarten auf Bali und in einem Schutzprojekt für Schildkröten engagiert sich Emilia aus Deutschland nach ihrem Abitur mithilfe eines Freiwilligendienstes. Foto: WDR/Sonja KolonkoIn einem Kindergarten auf Bali und in einem Schutzprojekt für Schildkröten engagiert sich Emilia aus Deutschland nach ihrem Abitur mithilfe eines Freiwilligendienstes. Foto: WDR/Sonja Kolonko

Osnabrück.. Wie manche Organisationen Arme und Freiwillige ausnehmen, zeigt Sonja Kolonko in "Gutes tun und wer daran verdient".

„Da fragt man sich schon, wofür hat man bezahlt“, zieht Emilia ein erstes Resümee, nachdem sie auf Bali angekommen ist. Für das Geld, das sie der Organisation gezahlt hat, hätte sie auch in einem guten Hotel übernachten können, meint die Abiturientin. In ihrer Unterkunft hingegen wächst Schimmel an den Wänden, und Ratten haben sich eingenistet. Wie manche Organisationen aus dem Willen junger Menschen Profit schlagen, in einem fremden Land für kurze Zeit etwas Gutes tun zu wollen, zeigt Sonja Kolonko eindrücklich im letzten Teil der Reihe „Kritisch Reisen“.

Projekte mit kleinen Tieren oder Kindern sind besonders beliebt bei Jugendlichen, die sich zwischen Schulabschluss und Studium oder Berufseinstieg im Ausland engagieren möchten. Das ist auch bei Emilia so, die sich außerdem erhofft, ihre Persönlichkeit dabei entwickeln zu können. Das tut sie am Ende auch – aber sicherlich nicht so, wie sie sich das anfangs vorgestellt hat. Anhand von Recherchen vor Ort und Gesprächen mit Hilfsorganisationen – und solchen, die sich nur so nennen – zeigt die Kolonko das Geflecht auf, in dem Investoren Profit schlagen – mithilfe von Menschen, die ihnen durch Armut ausgeliefert sind und mithilfe von Menschen, die einfach nur Gutes tun wollen.

Wertung: sechs Sterne


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