Donnerstag-Abend auf ZDFinfo Spannende Reihe: Die Gen-Revolution

Von Marie-Luise Braun

Die nächste grüne Revolution: Im Labor erzeugte Lebewesen werden Medizin, Landwirtschaft und Industrie grundlegend verändern. Schon jetzt sind erste Anwendungen marktreif.Die nächste grüne Revolution: Im Labor erzeugte Lebewesen werden Medizin, Landwirtschaft und Industrie grundlegend verändern. Schon jetzt sind erste Anwendungen marktreif.

Osnabrück . Was läuft derzeit in den Laboren der Bio-Ingenieure? Das legt die Reihe "Die Gen-Revolution" in drei spannenden Teilen dar.

Sechs Flaschen Rotwein am Tag. Das ist die zu trinkende Menge, um von den positiven Eigenschaften von Resveratrol zu profitieren: Der Stoff, der in recht großer Dosis in Rotwein enthalten ist, soll lebensverlägernd wirken. Die Wirkungen des Alkohols aber stehen dem entgegen. Mithilfe der Gentechnik wird hier Abhilfe geschaffen. Sie ermöglicht es, Resveratrol in alkoholfreien Darreichungsformen zu produzieren. Es sind auch solche kleinen Bonmots, die die dreiteilige Dokumentation über Gentechnik unterhaltsam machen.

Als „wissenschaftliches Roadmovie mit Gruselqualitäten“ kündigt das ZDF den Dreiteiler an, der Bio-Ingenieure in den Fokus rückt, die in der Gentechnik tätig sind. Manch einer redet da ganz selbstverständlich davon, neue Zellen zu schaffen, sobald Krankheiten oder Technik eine neue Lösung erfordern. „Der Mensch als Schöpfer“, „Designer-Leben aus dem Labor“ und „Bio-Roboter und lebende Fabriken“ sind die drei Folgen betitelt, die über aktuelle Entwicklungen in der Gentechnik berichten.

Dabei legt die Reihe nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Risiken dar. Die gelieferten Informationen lassen staunen. Leider aber transportiert der Sprecher diese mit einer ans Lächerliche grenzenden Emotionalisierung.

Vier von sechs Sternen


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