Heute Abend TV-Doku im Ersten "Pässe für Kriminelle": So unsicher sind unsere biometrischen Daten

Von Frank Jürgens

"Pässe für Kriminelle - Biometrischer Datenhandel im Dark Web", am Montag (06.08.18) um 22:45 Uhr im Ersten. Foto: BR"Pässe für Kriminelle - Biometrischer Datenhandel im Dark Web", am Montag (06.08.18) um 22:45 Uhr im Ersten. Foto: BR

Osnabrück. Die Dokumentation über „Pässe für Kriminelle – Biometrischer Datenhandel im Dark Web“ (Das Erste, Montag, 22.45 Uhr) weist nach, wie unsicher unsere biometrischen Daten sind. Sehenswert und aufschlussreich!

Jeder Fingerabdruck ist einmalig. Genauso wie das Muster der Iris. Die individuelle Unverwechselbarkeit macht Fingerabdrücke und Iris-Scans zu scheinbar sicheren Methoden der Identifizierung. Es ist ja sowieso viel bequemer, sein Smartphone per Fingerabdruck oder Iris-Scan freizuschalten, als über ein kompliziertes Passwort. Und da auch Staat und Wirtschaft von den Vorteilen biometrischer Daten profitieren, sammeln sich unsere einmaligen Erkennungsmerkmale längst in speicherhungrigen Datenbanken.

Leider existieren in allen Systemen Sicherheitslücken, die unsere gespeicherten biometrischen Daten dem potenziellen Missbrauch durch Kriminelle preisgeben. Das belegt nun die sehenswerte, weil aufschlussreiche Dokumentation über „Pässe für Kriminelle – Biometrischer Datenhandel im Dark Web“. Filmautorin Sabina Wolf weist mit Hilfe von Fachleuten wie einem Hacker vom Chaos Computer Club, Polizeiermittlern und Sicherheitsexperten nach, wie simpel es ist, all diese einmaligen Daten zu fälschen, stehlen und zu manipulieren. Das ist für die Opfer dann besonders heikel. Denn im Gegensatz zu Passwörtern, so heißt es gleich mehrfach, lassen sich einmal geklaute Fingerabdrücke und andere biometrische Daten nicht ersetzen.

Wertung: 5 von 6 Sternen.

„Pässe für Kriminelle – Biometrischer Datenhandel im Dark Web“. Das Erste, Montag, 06. August, 22.45 Uhr.


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