Samstagabend auf Arte Engagiert: Die Hüter des Regenwaldes

Von Tom Heise

Die Hüter des Amazonas: Das Kuarup-Ritual ehrt bedeutende verstorbene Stammesmitglieder.
Bild: Arte © Bonne Pioche Télévision/Arte France/YemayaDie Hüter des Amazonas: Das Kuarup-Ritual ehrt bedeutende verstorbene Stammesmitglieder. Bild: Arte © Bonne Pioche Télévision/Arte France/Yemaya

Osnabrück. Der Film dokumentiert den Kampf der Yawalapiti ums Überleben im brasilianischen Urwald.

Nur noch sieben (!) Menschen gab es in den 1960er Jahren vom Stamm der Yawalapiti im brasilianischen Urwald. Der Stamm war vom Aussterben bedroht. Heute umfasst dieses indigene Volk im Amazonas Regenwald, dessen Fläche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen ist, wieder mehrere hundert Mitglieder. Doch die Yawalapiti, die sich schon immer für den Erhalt der Natur engagiert haben, sind weiter bedroht.

Der Klimawandel und vor allem die extensive Landwirtschaft, die ersteren mit bedingt, macht ihnen Sorgen. Um Weiden oder Felder für die riesigen Rinderherden und den Sojaanbau zu schaffen, werden von Handlangern der Siedler sogar Waldbrände gelegt. Die französische Dokumentation von Jean-Pierre Dutilleux und Alexandre Bouchet porträtiert die Yawalapiti. Die Stimme der Ureinwohner und die der Wissenschaft erheben sich heute gegen den Raubbau am Regenwald, dieser so wichtigen grünen Lunge auf unserem Planeten. So auch im Film.

Dabei überrascht, dass ein Stammesmitglied der archaisch wirkenden Yawalapiti offenbart, dass Auto und  Internet die Mittel zur Erhaltung ihrer Kultur seien. Die Autoren zeigen aber nicht nur den Kampf der Yawalapiti ums Überleben, sondern auch ihre traditionelle Riten. Der Regenwald ist ihnen heilig und mit einer gesunden Demut leben sie gegenüber ihrer Umwelt. Nachahmenswert.

Die Hüter des Amazonas

Samstag, 04. August 2018, 19.30 Uhr, Arte

(Vier von sechs Sternen)


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