„Beginner gegen Gewinner" auf Pro7 Winterscheidt: „Habe mir nach drei Minuten Klaas gewünscht"

Von Andre Pottebaum

Präzision gefragt: Beim Billiard schaut Moderator Joko Winterscheidt (li.) ganz genau hin, wenn Weltmeister Ralf Souquet zum Stoßen ansetzt. Foto: ProSieben/Jens HartmannPräzision gefragt: Beim Billiard schaut Moderator Joko Winterscheidt (li.) ganz genau hin, wenn Weltmeister Ralf Souquet zum Stoßen ansetzt. Foto: ProSieben/Jens Hartmann

Osnabrück. Mit der Pro Sieben-Show „Beginner gegen Gewinner" startete Joko Winterscheidt sein erstes Solo-Projekt. Nun bekommt der Moderator ein weiteres hinzu: „Earn your Song", ein Mix aus Musik- und Game-Show, wird ab Herbst zu sehen sein. Vor der neuen Ausgabe von „Beginner gegen Gewinner" am Samstag, 4. August, um 20.15 Uhr, gibt der 39-Jährige Einblicke in seine Show, die sportliche Leistungen der Teilnehmer und seine Fähigkeiten als Alleinunterhalter.

„In der ersten Show habe ich mir nach drei Minuten Klaas gewünscht, da man unheimlich eigenverantwortlich ist und niemand da ist, dem man den Ball zuwerfen kann, sagt Joko Winterscheidt im Gespräch mit unserer Redaktion. „Im gleichen Moment sagt man sich aber auch: Genau das wolltest Du immer, genieße es. Und das habe ich dann auch.“ Mit der Samstagsabendshow (20.15 Uhr) „Beginner gegen Gewinner" präsentierte Pro Sieben erstmals ein Solo-Projekt des Moderators, der zuvor mit seinem Kollegen Klaas Heufer-Umlauf in Shows wie „Circus Halli Galli" oder „Duell um die Welt“ ein unzertrennbares Duo bildete. 

„Joko-Challenge": Mit Gewehr und Skiern

In der neuen Ausgabe von „Beginner gegen Gewinner" tritt Winterscheidt erstmals selbst zu einem Duell an. Im Biathlon will er den 25-fachen deutschen Meister und Weltmeister Andreas Birnbacher besiegen. „Es ist einfach ein ultrakrasser Ausdauersport und wahnsinnig schwer, die technischen Abläufe hinzubekommen", so der 39-Jährige. „Ich habe so gekeucht, als ich dann das Gewehr im Anschlag hatte und habe kaum noch gesehen, wo ich hinschieße."

Doch nicht nur in der Loipe geht es es am Samstagabend zur Sache. In verschiedenen Duellen treten die Kandidaten gegen Olympioniken und Weltmeister im Billard, Beachvolleyball, Kitesurfen, Diskuswerfen und Bowling an. Der 28-Jährige Vadim aus Altötting fordert Box-Meister Tyron Zeuge heraus und riskiert dabei eine ordentliche Tracht Prügel. Selbst Starkoch Tim Mälzer muss im Ring seinen Kopf hinhalten. Gemeinsam mit Johannes B. Kerner, schätzt der Wahl-Hamburger am Samstag den Ausgang der Duelle ein.


Johannes B. Kerner (li.) und Tim Mälzer (r.) beraten über den Wetteinsatz. Foto: ProSieben/Jens Hartmann


„Beginner gegen Gewinner": Darum geht es

Wer das Pro Sieben-Format bisher verpasst hat, keine Sorge. Das Prinzip der Show ist schnell erklärt: Amateure treten gegen Profi-Sportler in ihren Wettkampfdisziplinen an, dürfen ihnen vorab ein Handicap verpassen, um die Erfahrung der Profis auszugleichen. So hechtete beispielsweise 400-Meter-Hürdenmeisterin Ruth Spelmeyer mit einem sieben Kilo schweren Barockkleid gegen Kandidatin Nele um die Wette. Wer sein Duell gewinnt, sammelt Geld für einen Jackpot, um den die Teilnehmer am Ende gegeneinander antreten. „Kein Amateursportler ist da, um sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Sie wollen genau diesen Moment erzeugen, am Ende des Wettkampfes den Profi zu schlagen", so Winterscheidt.

Die Idee der Show ist nicht neu: Als Mischung aus „Schlag den Star" und „Wetten, dass..?" soll „Beginner gegen Gewinner" den Samstagabend von Pro Sieben neu beleben. Eine Show für die ganze Familie ist das Ziel. Die Sendung ist eine Auskopplung aus der gemeinsamen Show von Joko und Klaas, „Die beste Show der Welt", die unter dem Namen „Dabei sein ist teuer" lief. Aus dem gut zwanzig-minütigem Prototypen entstand die Idee eines abendfüllenden Formates. Umso größer war die Anspannung für Alleinunterhalter Winterscheidt, wie er selbst sagt. Die größte Sorge war es, den Sport und die Leistungen der Profis „in den Dreck zu ziehen", so der Moderator.

Von „mitreißend" bis „schwerfällig": Die Show in der Kritik

Pro Sieben stellte mit „Beginner gegen Gewinner" die eigene Samstagabendunterhaltung auf neue Füße. Zwar gelang dem Sender damit keine Neuerfindung der Wettkampf-Formate, die unter Stefan Raab ihre Hochphase erlebten. Doch Moderator Joko Winterscheidt trägt seither zu einer spannenden und mitreißenden Show für die ganze Familie bei.

Kritik hagelte es dennoch: Lange Unterbrechungen zwischen den Duellen würden die Show schwerfällig machen. Auch das die Show nicht live ausgestrahlt wird, wie einst bei „Schlag den Raab" sorgte für Missstimmung bei einigen Zuschauern. „Ich würde lieber live auf Sendung gehen, weil es dem Zuschauer vor dem Fernseher in diesem Moment ein ganz anderes Gefühl gibt. Das ist die Magie, die man im TV noch erreichen kann", so Winterscheidt. „Wir haben es ja mit der letzten Ausgabe auch schon live probiert und ich bin mir sicher, das wird die Zukunft der Show.“

"Earn your Song": Neue Show mit Joko Winterscheidt

Trotz aller Kritik scheint Joko Winterscheidt gefragter denn je. Erst vor wenigen Tagen kündigte Pro Sieben ein neues Format mit dem Moderator an. „Earn your Song" ist ein Mix aus Musik- und Gameshow und soll im Herbst zu sehen sein. Eine Mini-Ausgabe gibt es am bereits am 11. August, wenn Pro Sieben eine neue Ausgabe von Joko und Klaas' „Die beste Show der Welt" zeigen.


„Beginner gegen Gewinner"

„Beginner gegen Gewinner“. Pro Sieben, Samstag, 20.15 Uhr.

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