TV-Programm am Freitag NDR-Doku über Dörfer, die wachsen statt sterben

Von Susanne Haverkamp

Beim monatlichen Dorfforum werden in Oberndorf neue Ideen besprochen.Beim monatlichen Dorfforum werden in Oberndorf neue Ideen besprochen.

Osnabrück. Dass Dörfer sterben, muss nicht sein. Wenn viele Vieles richtig machen, wachsen Dörfer sogar. Zwei Beispiele aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Bekanntlich verbreiten Medien oft schlechte Nachrichten. Vielleicht ist deshalb das Dorfsterben bekannter als das Dorfleben. In der Reportagereihe „45 Minuten“ des NDR ist es diesmal anders. Vorgestellt werden zwei Dörfer, in denen gerade etwas wächst. Und zwar deshalb, weil die Leute selbst etwas tun.

Franziska und Christian zum Beispiel. Die jungen Eltern leben in Oberndorf im Landkreis Cuxhaven. Hier wollen sie auch bleiben, nur: Die Dorfschule musste vor einigen Jahren schließen. Keine gute Voraussetzung, wenn man Familien motivieren will, dort zu bleiben oder dorthin zu ziehen. Also machen Franziska und Christian das Naheliegende: Sie gründen eine Schule. Geht nicht? Geht doch – mit unermüdlichem Einsatz, gutem Willen und vielen Helfern.

Vom Schlafdorf zum Wohndorf

In Pinnow, 15 Autominuten von Schwerin entfernt, liegt das Problem anders. Viele wollen dorthin ziehen – aber nur zum Schlafen. Das finden alteingesessene Pinnower wie Janine gar nicht gut. Sie engagieren sich für ein lebendiges Dorfleben, für Vereine und Initiativen, für Feste und Ausflüge. Und der Bürgermeister achtet darauf, dass Grundstücke an Familien vergeben werden, die in Pinnow leben und den Ort mitgestalten wollen.

Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten? Unsinn! Positivbeispiele sind viel netter anzuschauen.

Vier von sechs Sternen

Landliebe statt Landfrust. Wie norddeutsche Regionen sich neu erfinden

Freitag, 3. August 2018, um 21.15 Uhr im NDR


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