Interview mit dem Hörspielsprecher Oliver Rohrbeck: Ende für „Die drei ???“ nicht in Sicht

Von Arne Köhler

Der Hörspiel- und Synchronsprecher Oliver Rohrbeck (unter anderem „Die drei ???“). Foto: Christian HartmannDer Hörspiel- und Synchronsprecher Oliver Rohrbeck (unter anderem „Die drei ???“). Foto: Christian Hartmann 

Seit fast 40 Jahren spricht Oliver Rohrbeck in der kultigen Hörspielserie „Die drei ???“ den Ersten Detektiv Justus Jonas. Kurz vor der Weltpremiere der mittlerweile 194. Folge „Die Zeitreisende“ hat sich der 53-Jährige mit uns über das Phänomen „Die drei ???“ unterhalten – und Einblicke in seine Arbeit als Synchronsprecher und -regisseur gegeben.

Herr Rohrbeck, wie oft kommt es vor, dass Sie am Telefon eine Pizza bestellen wollen, und es heißt: „Ich lasse mich doch nicht veralbern…!“

Es passiert schon relativ häufig, dass ich erkannt werde. Im Zug sagt dann jemand, wenn ich mit dem Schaffner rede: „Ich kenne doch deine Stimme…!“. Auch mein Gesicht kennen ja mittlerweile viele durch die „Die drei ???“-Touren. Aber das gehört erstens zum Beruf, und zweitens nimmt es bei mir nicht solche Ausmaße an wie bei jemandem, der täglich im Fernsehen auftritt. Ich kann ganz normal mit Bus oder Bahn fahren – und ab und zu passiert es eben.

Sind Sie bewusst nur selten im Fernsehen zu sehen?

Ich habe früher viel Fernsehen und Theater gemacht. Dann aber fiel die Entscheidung, mich voll und ganz auf die Spezialdisziplin der Stimmenschauspielerei zu konzentrieren.

Was ist daran für Sie so reizvoll?

Beim Synchronisieren und bei der Produktion von Hörspielen und Hörbüchern habe ich jede Woche etwas anderes zu tun. Dazu kommen pro Jahr mehr als 100 Lesungen und andere Live-Auftritte. Ich liebe diese Abwechslung! Und ich kann immer selber entscheiden, was ich mache. Das gefällt mir besser, als wenn ich irgendwo sechs Wochen am Stück Theater spielen würde.

(Weiterlesen: Die drei ??? und der Weltrekord)

Aber Sie werden doch bestimmt vom TV für Panel-Shows angefragt, bei denen Sie dann erzählen, welcher Song für Sie in den Achtzigern die Nummer eins war?

Da hätte ich keinen Bock drauf, ehrlich nicht. Wir haben allerdings so eine Chart-Show mal gewonnen und waren dann im Studio. Da ging es um die erfolgreichsten Kassettenproduktionen in Deutschland, und da waren wir mit „Die drei ???“ tatsächlich auf Platz eins – vor Barclay James Harvest.

Die neue „Die drei ???“-Folge stand schon Wochen vor Erscheinen ganz oben in den CD-Charts. Können Sie erklären, warum die Serie nach so vielen Jahren noch so erfolgreich ist?

Ich glaube, die Leute hängen da einfach dran. Sie kennen es aus ihrer Kindheit und haben es auch schon an ihre eigenen Kinder weitergegeben. Es ist tatsächlich ein unerklärliches Phänomen, das viele gerne kopieren möchten. Die rufen dann bei mir an und fragen: „Willst du bei uns nicht einen dicken Detektiv sprechen…?“ (lacht). Dabei ist das Ganze ja doch relativ absurd: 50-Jährige sprechen 18-Jährige. Und sie verstellen sich dabei nicht einmal, so wie bei „Hanni und Nanni“ (imitiert eine erwachsene Sprecherin, die mit einer Kinderstimme spricht).

Führt das Alter der drei Hauptdarsteller dazu, dass die anderen Sprecher auch älter sein müssen als ihre Rollen?

Ja. Denn wenn wir gemeinsam mit 18-jährigen Sprechern agieren, die auch klingen wie 18-Jährige, dann passt es nicht mehr zusammen. Das war auch der Grund, warum wir von Anfang an klar gesagt haben, dass wir die beiden Drei-Fragezeichen-Filme nicht synchronisieren werden. Die erwachsene Stimme eines damals 40-Jährigen auf einem zwölfjährigen Darsteller – das hätte niemals funktioniert. Außerdem wollten wir die Gesichter der drei jungen US-Schauspieler nicht als „die“ Gesichter der drei Fragezeichen autorisieren. Jeder, der uns im Hörspiel hört, soll sich weiter selbst vorstellen können, wie die Detektive aussehen. Aber wir wurden zu den Dreharbeiten nach Südafrika eingeladen und hatten jeder einen kleinen Cameo-Auftritt, um den Fans eine Freude zu machen.

In Fanforen im Internet ist zu lesen, dass die 200. „Die drei ???“-Folge, die im kommenden Jahr erscheint, wohl die letzte sein wird.

Davon habe ich noch nichts gehört, und ich kann es mir auch nicht vorstellen. Von meiner Seite kann ich nur sagen: Das stimmt nicht.

Aber eine Folge 300 mit Ihnen wird es wohl nicht mehr geben?

Ich würde das nicht einmal ausschließen… Aber andererseits wäre es schon absurd, wenn wir auch mit 65 noch 18-Jährige sprechen. Das kann dann nicht mehr klingen, und das kaufen dann vielleicht nur noch 2000 Leute. Irgendwann wird man sicherlich sagen: Jetzt ist Schluss. Aber im Moment läuft es weiter super und macht Spaß.

Was ist das Schönste für Sie an den drei Fragezeichen?

Wie Andreas, Jens und ich seit fast 40 Jahren miteinander aufwachsen. Wir sind eng befreundet und haben in all den Jahren erlebt, wie wir uns unterschiedlich entwickeln und zu sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten heranreifen. Es ist ein ganz großer Luxus, dass wir so lange im selben Team arbeiten können – auch die Produzentin Heikedine Körting ist ja von Anfang an mit dabei und der Produktionsassistent André Minninger fast von Anfang an. Das ist etwas sehr Schönes!

Sie haben mal erzählt, dass sich die drei Hauptdarsteller sogar schon vorher kannten…

Andreas und ich kannten uns gut. Wir haben in Berlin schon beim SFB zusammen Hörspiele gemacht und auch gemeinsam vor der Kamera gestanden. Auch Jens habe ich vorher kennengelernt: Ein Jahr, bevor es mit den Fragezeichen losging, waren wir beide unabhängig voneinander in Baden-Baden und haben bei Frank Elstners „Montagsmalern“ mitgemacht. Jens war in der Mannschaft von Robert Lemke, und ich war in der Mannschaft von Wim Thoelke. Davon gibt es sogar noch Schnipsel, die man sich bei Youtube anschauen kann.

Und wer hat damals gewonnen?

Wir.

Welche Rolle haben Hörspiele in Ihrer eigenen Kindheit gespielt?

Ich habe sie gerne gehört. Auf Schallplatte. Tom Sawyer und Huckleberry Finn, der grüne Geist in der Flasche, solche Sachen fand ich furchtbar gruselig… das war super! Ich habe im Bett aber auch gerne Asterix gelesen. Dann fiel einem irgendwann das Buch auf den Kopf, und man ist eingeschlafen… (lacht)

Haben Sie auch Ihre eigenen Sachen gehört?

Nein.

Und heute?

Ich höre viele Hörspiele auf Autofahrten, gerne auch lange. Das finde ich sehr unterhaltsam.

Gibt es „Die drei ???“-Folgen, die Ihnen peinlich sind?

Peinlich nicht. Aber es wäre natürlich ein Wunder, wenn bei 194 Folgen immer wieder die neueste alle vorherigen toppen würde. Die Autoren haben es ja auch extrem schwer: Sie müssen immer wieder neue Geschichten schreiben, in denen es nicht um Leichen oder richtig komplizierte Kriminalfälle geht, sondern um verschwundene Katzen oder um Geräusche, die aus Wänden kommen, weil sich jemand eine Erbschaft erschleichen will. Die Fälle sollen Mystik enthalten, ein bisschen Trotteligkeit und ein bisschen Action… Es gibt natürlich auch weniger gute Sachen, zum Beispiel Bob im Weltraum in der Folge „Todesflug“ oder einige Fußballfolgen… Aber dann gibt es wieder ganz hervorragende wie „Nacht in Angst“.

(Weiterlesen: „An sich glauben ist nicht genug“ – Porträt des „Die drei ???“-Autors André Marx)

Und außerhalb der drei Fragezeichen?

Ich war mal im Studio für ein Versuchsprojekt, das Frau Körting zusammen mit Roland Kaiser produziert hat. Ich kann mich nicht mal mehr an den Titel erinnern… Davon haben wir zwei oder drei Folgen aufgenommen. Ich glaube, das war nicht so toll. Jedenfalls habe ich nie wieder etwas davon gehört. (lacht)

Warum müssen wir Deutschen, anders als etwa die Skandinavier, eigentlich unbedingt synchronisierte Filme haben?

Dazu kam es auf Betreiben der Amis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die wollten andere Kulturbereiche für die Deutschen eröffnen und wussten, dass die kein Englisch verstehen. Aber Filme mit Untertiteln? Das kann nicht erfolgreich werden! Also wurden Studios wie Wenzel Lüdecke Berliner Synchron extrem gefördert. Und das deutsche Publikum hat sich inzwischen daran gewöhnt. Ich selbst gucke aber auch sehr gerne mal Originalfassungen mit Untertiteln, Möglichkeiten dazu gibt es heutzutage ja genug.

Aber in anderen Ländern wird auch synchronisiert, oder?

Es wird auf jeden Fall alles synchronisiert, was animiert oder Zeichentrick ist. Das machen die sogar in Island für ein Volk mit 300.000 Einwohnern, von denen dann 30.000 ins Kino gehen. Es gibt für die Französisch sprechenden Kanadier eine eigene Synchronfassung, die nehmen nicht einfach die für Frankreich. Und die Mexikaner nehmen nicht einfach die spanische.

Welche Bedeutung hat die Synchronisation für die Studios in Hollywood?

Ich habe mal zwei Filme für Ridley Scott gemacht, beide mit Russell Crowe. Da mussten wir jedes Mal ein neues Probesprechen machen, weil Crowe zwei völlig unterschiedliche Typen spielte. Im ersten Film war er ein einfühlsamer englischer Broker. Im zweiten war er ein knallharter Cop aus Brooklyn. Ridley Scott wollte drei deutsche Sprecher zur Auswahl haben und ganz genau wissen, ob der Sprecher auch wirklich beide Rollen erfüllen kann.

Also nimmt Hollywood Einfluss auf Ihre Arbeit?

Extrem! Bei Zoolander 2 musste ich nach 18 Jahren noch mal ein Probesprechen machen, weil Ben Stiller gesagt hat, dass er seine Stimmen künftig selbst aussuchen möchte. Obwohl sie ihm gesagt haben, dass ich in Deutschland als seine Stimme etabliert bin, wollte er vor seiner Entscheidung drei verschiedene Sprecher hören. Am Ende hat er sich für mich entschieden. Jetzt bin ich von ihm „officially approved“. Ich kann übrigens total verstehen, dass die das kontrollieren möchten. Solche Filme kosten 60 Millionen oder mehr. Die arbeiten daran mehrere Jahre, und dann, zack, hauen wir eine Synchronfassung drüber. Das muss Misstrauen hervorrufen.

Übernimmt Ihren Job in 20 Jahren der Computer, der exakt spricht wie Ben Stiller, nur eben in akzentfreiem Deutsch?

Schafft er nicht. Das geht nicht. Das ist der Beruf eines Schauspielers. Wenn Ben Stiller auf der Leinwand heult, stehe ich im Synchronstudio, und mir laufen auch die Tränen runter. Du kannst nicht per Computer etwas Emotional-Sättigung dazugeben, und dann klingt es plötzlich emotional… das muss über die Stimmbänder laufen.

Sie sprechen nicht nur, Sie machen auch Dialogbuch und Synchronregie. Was kann man sich darunter vorstellen?

Ich bekomme die Übersetzung eines Films, wie jetzt zum Beispiel von „Mamma Mia 2“. Alles natürlich streng geheim… Ich mache den Text lippensynchron und baue einen Dialogfluss hinein. Das muss so nah wie möglich am Original sein und zugleich möglichst synchron zu den Lippenbewegungen. Das klappt leider nicht immer. „I love you“ zum Beispiel hat keinen Volllabial wie das deutsche „Ich liebe dich“ – das wird immer asynchron, damit müssen wir leben. Anschließend gehe ich ins Synchronatelier, mache die Besetzung und helfe den Schauspielern.

(Weiterlesen: Axel Milberg über die drei Fragezeichen: „Das passt“)

Welche Filme machen besonders viel Spaß?

Zum Beispiel diese ganzen „The Fast and the Furious“-Folgen. Wenn Dwayne „The Rock“ Johnson zu Vin Diesel sagt (imitiert Johnson): „Toretto, warst nicht schwer zu finden“ und Vin Diesel antwortet (imitiert Diesel): „Hab mich nicht versteckt.“ Großartig! (lacht) Dann müssen wir den deutschen Sprecher dazu bringen, dass er das genauso hinbekommt. Dann heißt es schon mal: „Du klingst wie ein Schlappschwanz! Noch ein bisschen cooler!“

Haben Laien eine Chance auf eine Synchron-Rolle?

Bei Autogrammstunden kommen mittlerweile viele, die sagen: „Ich bin bei pop.de und habe eine Mikrofonausbildung gemacht. Wo kann ich mich für Synchron bewerben?“. Darauf antwortete ich: „Da bewerben sich Leute, die eine Schauspielausbildung haben…!“. Die Studios verlosen teilweise ganz kleine Rollen an die Fans – wie den Busfahrer, der nur sagt: „Das macht 2,50 Dollar.“ Das bekommt man im Studio mit den Gewinnern auch irgendwie hin. Aber grundsätzlich hört man sehr schnell, wenn einer dabei ist, der es nicht gelernt hat.

Ist das Spielen bei einer reinen Sprechrolle eigentlich schwieriger? Der Schauspieler hat dabei ja keine Chance, auch seine Mimik einzusetzen...

Nicht unbedingt. Ich zum Beispiel habe mich ja entschieden, diese Spezialdisziplin zu machen, weil sie mir einfach liegt. Das ist aber nicht jedermanns Sache. Ich hatte zum Beispiel mal Joachim Król vor dem Mikrofon, der sich selbst synchronisieren sollte. Ben Becker stand neben ihm, und den hat er automatisch angespielt. Und wir haben gesagt: „Nein, du musst in Richtung Mikrofon sprechen – aber dabei trotzdem dasselbe spielen wie auf der Leinwand.“ Das kann nicht jeder sofort.

Welche Filme sind besonders schwer zu synchronisieren?

Filme mit vielen Wortspielen wie Wallace und Gromit. Wir machen die deutsche Übersetzung zuerst lippensynchron, müssen diese Fassung aber erst einmal wieder ins Englische zurückübersetzen. Die Leute vom Studio wollen nämlich genau wissen, was wir aus ihren Texten gemacht haben. Da gibt es dann Telefonkonferenzen mit L. A., warum wir an einer bestimmten Stelle etwas eingesetzt haben, das im Original gar nicht vorkommt… Meine Antwort: „Weil dieses Zitat bislang in allen drei Kurzfilmen vorkam. Darum habe ich das auch in den Kinofilm reingegeben, weil jeder Wallace-und-Gromit-Fan darauf wartet.“ Das wussten die in L. A. gar nicht, und sie haben es sofort an alle anderen Synchronstudios auf der Welt weitergegeben. Manchmal kann man denen auch helfen.

Wie kam es eigentlich, dass Sie schon als Kind Ihren Beruf gefunden haben?

Meine Mutter hatte gute Bekannte beim Fernsehen, und die haben mich gefragt, ob ich bei der Sesamstraße mitspielen möchte. Damals war das die amerikanische Sesamstraße, ergänzt durch Drei-Minuten-Clips mit deutschen Kindern. Ich war ein Junge, der Kirschkerne auf den Boden spuckt. Dann kommt eine Frau vorbei und sagt: „Das kannst du doch nicht machen!“. Und der Junge sagt: „Du hast mir gar nichts zu sagen.“ Am Ende hatte der Junge dann gelernt, was er falsch gemacht hat. Kurze Zeit später kam eine Anfrage für ein Hörspiel, und beim Rias habe ich eine Kindersendung gemacht. Dann kamen auch schon die ersten Synchron-Anfragen… Irgendwann hatte sich in Berlin herumgesprochen: Da ist ein Junge, der kann zwar noch nicht richtig lesen, er kann aber gut spielen.

Welche Filme haben Sie in dieser Zeit synchronisiert?

Ich habe Pinocchio gesprochen, Grisu, den kleinen Drachen, und den Hasen Klopfer in „Bambi“. Später habe ich die „Fünf Freunde“ synchronisiert. Daraufhin meldete sich Frau Körting vom „Studio Europa“ und fragte, ob wir das nicht auch als Hörspielserie machen können. Dann konnte sie nämlich auf die Kassetten schreiben: „Mit den original TV-Sprechern!“… Nach 25 Folgen haben sie dann gedacht, dass wir inzwischen zu alt seien. Sie haben die Rollen umbesetzt und auf die Kassetten geschrieben: „Endlich neue Stimmen!“. Das hat dann überhaupt nicht gut funktioniert… Deshalb haben sie es sich wohl bei den drei Fragezeichen auch nie getraut.

Blieb bei so viel Film und Fernsehen überhaupt noch Zeit für die Schule…?

Die habe ich Ende der elften Klasse abgebrochen und mich bei einer privaten Schauspielschule angemeldet. Hinterher habe ich dann acht Jahre Theater gespielt. Nebenbei habe ich aber immer synchronisiert und mir so meinen Lebensunterhalt finanziert. Deshalb wollte ich auch nie weg aus Berlin. Ich bin sehr gerne selbstständig und frei und wollte nie fest an irgendein Ensemble.

Ein Junior-Detektiv-Trio ganz ohne Mädchen – das wäre heute wohl nicht mehr möglich?

Wahrscheinlich wäre heute ein schwarzes Mädchen dabei (lacht). Wir haben ja auch mal probiert, Freundinnen einzubauen. Aber das ging nach hinten los.

Mögen Sie diesen Justus Jonas eigentlich?

Sprechen sie 39 Jahren „Die drei ???“: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich (von links). Foto: dpa/Marcus Brandt

Er ist ein Rechthaber, er ist rational, er ist altklug, er hat seine komischen Seiten. Er würde mit mir sicherlich nicht auf ein Punkkonzert gehen. Das wäre ihm zu langweilig, und er müsste sich Ohrstöpsel reinstecken. Aber natürlich ist er mir sympathisch!


Oliver Rohrbeck wird am 21. März 1965 in Westberlin geboren. Über seine Mutter, die eine auf Kinderdarsteller spezialisierte Agentur betreibt, kommt er früh in Kontakt mit Film und Fernsehen. Nach der Schauspielschule spielt er Theater und wirkt in TV-Produktionen mit, konzentriert sich aber zunehmend auf Hörspiele und Synchronisationen. Heute zählt er zu den bekanntesten deutschen Synchronsprechern. Seine Paraderolle ist der Erste Detektiv Justus Jonas in der Hörspiel-Serie „Die drei ???“, die er an der Seite seiner Freunde und Kollegen Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich (Bild, von links) seit 1979 spricht. Rohrbeck betreibt in Berlin die Produktions- und Veranstaltungsfirma „Lauscherlounge“.

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