Doku über Amoklauf Heute Abend im BR-Fernsehen: "München – Stadt in Angst"

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Osnabrück. Wie die Lage in München beim Amoklauf am 22. Juli 2016 aus dem Ruder lief, vermittelt die Dokumentation von Stefan Eberlein "München – Stadt in Angst" am 18. Juli um 22.45 Uhr im BR.

Leer sind die Münchner Plätze, die Stefan Eberlein in seinem Film wiederholt zeigt. Im Ton aber lässt er Informationen und Interviews weiterlaufen – und findet so ein filmisches Mittel für das, was am 22. Juli 2016 in München passierte: Die Panik vor einem Attentat, das sich später als Amoklauf eines Einzeltäters herausstellte. Eine Interviewpartnerin drückt es so aus: „Es gab keine echte Bedrohung, aber die Angst war ja echt.“

Damals hat ein 18-Jähriger in München neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Jetzt wird zeigt der BR den Film von Eberlein, der mithilfe von 20 Interviewpartnern beleuchtet, wie ein sommerlicher Abend zum Ausnahmezustand wird. In Zahlen: 73 über München verteilte Tatorte werden gemeldet. Geschossen hat der Täter an fünf Orten, alle im Stadtteil Moosach.

Aus dem Ruder gelaufen – wie Münchens Polizeisprecher Markus da Gloria Martins es ausdrückt – ist die Lage vor allem, weil über die sozialen Netzwerke ungeprüft Informationen weiter gegeben wurden. Das ist bekannt. Interessant ist der Film, weil er das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – und vor allem, was die Beteiligten fühlten. Wie so eine Stimmung künftig verhindert werden kann, löst er aber nicht.

Fünf von sechs Sternen


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