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Essen als Medizin NDR zeigt zwei neue Folgen der "Ernährungs-Docs"

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Die Ernährungs-Docs Jörn Klasen, Anne Fleck und Matthias Riedl (von links) diskutieren, welche Strategie die richtige gegen die jeweilige Krankheit ist, mit der Patienten auf ihr Hausboot im Hamburger Hafen kommen. Foto:  NDR/nonfictionplaneDie Ernährungs-Docs Jörn Klasen, Anne Fleck und Matthias Riedl (von links) diskutieren, welche Strategie die richtige gegen die jeweilige Krankheit ist, mit der Patienten auf ihr Hausboot im Hamburger Hafen kommen. Foto: NDR/nonfictionplane

Osnabrück/Hamburg. Viele Menschen ernähren sich ausgewogen, um sich gesund zu halten. Dass Essen aber auch Krankheiten heilen kann, die bereits bestehen, wollen die „Ernährungs-Docs“ zeigen. Zu sehen sind sie seit Januar 2015 im NDR. Jetzt gibt es zwei neue Folgen.

Heino Landwehr treibt die Krankheit eines anderen auf das Hausboot der "Ernährungs-Docs" im Hamburger Hafen. Ein guter Freund des 55-Jährigen hat einen Herzinfarkt erlitten. Und da Landwehr dieselbe Statur hat, will der Kunsthandwerker aus dem Münsterland sich durchchecken lassen – und ist erschrocken über die Diagnose. Eine Wand seines Herzens ist verdickt.

Was für den Patienten erschreckend ist, wird spätestens jetzt spannend für die Zuschauer. Denn die erfahren nicht nur etwas über die Ernährung, die gegen die Krankheit hilft. Sie lernen auch etwas über die Ursachen des Problems, über den Körper, über falsche Gewohnheiten, medizinische Abläufe, Therapie-Möglichkeiten, Motivation und mögliche Folgen der Krankheit. Im Falle von Heino Landwehr droht eine Herzschwäche. Und die wollen Anne Fleck, Matthias Riedl und Jörn Klasen mit einer besonderen Ernährung verhindern, die von weiteren Therapien begleitet wird.

Die drei sind auf unterschiedlichen Gebieten Experten – Fleck ist Ernährungsmedizinerin und Rheumatologin, Riedl Ernährungsmediziner und Diabetes-Experte, Klasen arbeitet als ganzheitlich orientierter Internist und Naturmediziner. In jeder Sendung begleitet jeweils einer von ihnen einen Patienten auf dem Weg seine Ernährung so umzustellen, dass sie seiner Krankheit das Wasser abgräbt und die Selbstheilungskräfte unterstützt. Das kommt seit Beginn der Reihe gut an, die laut NDR im Schnitt zehn Prozent Marktanteil im Norden erzielt.

In jeder Sendung kommen neue Krankheiten zur Sprache, die in einer Mischung aus Dokumentation und Reality-Fernsehen an jeweils einem Patienten und seiner Geschichte erzählt werden. Diese werden mehrere Monate – im Schnitt ein halbes Jahr – für die Sendung begleitet. So wird deutlich, wie schwer es fallen kann, lange bestehende Gewohnheiten zu ändern und wie die Ernährungstherapie zusätzlich unterstützt werden kann. Im Falle von Heino Landwehr durch Silben: „Fa, fa, fa“, singt der Patient bei einem Hamburger Gesangscoach: „Es kostet mich schon ein bisschen Überwindung, mich darauf einzulassen“, gibt er zu. Aber die Atemübungen sollen seine Muskulatur stärken. Andere Patienten bekommen einen Persönlichkeitscoach an die Seite oder einen Fitness-Trainer. Und auch das trägt zum Erfolg der Sendung bei: Unsicherheiten und Motivationslöcher kommen zur Sprache.

Aber auch in anderer Hinsicht sind die Ernährungs-Docs hilfreich: Sie klären über Ernährungsmythen auf. Landwehr zum Beispiel meinte, weniger Zucker zu sich zu nehmen, wenn er zum Marmeladen-Brötchen statt zu Kuchen greift. Jörn Klasen macht ihm deutlich: Der Unterschied ist nur minimal. Aber auch auf individuellen Appetit gehen die drei Experten ein – und wedeln nicht mahnend mit der Möhre, sondern mit zuckerarmen Rezepten, wenn es den Patienten unbedingt nach etwas Süßem verlangt.

Die Gesundheitsprobleme, mit denen die Fernsehpatienten in den bislang rund 30 Folgen zu den Ernährungs-Docs gekommen sind, sind überwiegend alltäglich. So können viele Zuschauer sich mit den Problemen identifizieren und Tipps mitnehmen. Darunter waren bislang Krankheiten wie Akne, Diabetes Mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck oder Neurodermitis. Bei nicht heilbaren Krankheiten, wie Multipler Sklerose in der aktuellen Sendung, soll es durch die Ernährungstipps wenigstens eine Linderung geben.

Die lange Begleitung der Patienten macht aber auch deutlich, wie erfolgreich diese besondere Therapieform sein kann, die nicht auf Pillenschlucken oder Operationen baut. Im Falle von Heino Landwehr lässt sich der Erfolg in einigen Kilos ausdrücken: Er hat dank der Therapie von Jörn Klasen mehr als 20 Kilo Gewicht verloren. Ein wesentlicher Punkt, um seine verdickte Herzwand zu entlasten und zu ihrer Rückbildung beizutragen.

"Die Ernährungs-Docs": 16. Juli und 23. Juli 2018, 21 Uhr, NDR.


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