Nach Ernennung zur Dame Emma Thompson: Respekt und keine Stereotype bitte

Von dpa

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Die britische Schauspielerin und Drehbuchautorin Emma Thompson freut sich beim Filmfest München über ihren CineMerit Award. Foto: dpa/Ursula DürenDie britische Schauspielerin und Drehbuchautorin Emma Thompson freut sich beim Filmfest München über ihren CineMerit Award. Foto: dpa/Ursula Düren

München. Emma Thompson genießt ihre Beförderung zur Dame durch die britische Königin Elisabeth in vollen Zügen.

"Meine Familie verbeugt sich vor mir, wenn ich nach Hause komme. Endlich erweisen sie mir zu Hause Respekt", scherzte die 59-Jährige am Freitag auf dem Filmfest München, wo sie am Abend mit dem Festival-Ehrenpreis CineMerit Award gewürdigt wurde. "Ein großer Thron wurde für mich gebaut und bei Tisch sitze ich hier oben und alle anderen da unten."

Thompson gilt als profilierte Charakterdarstellerin und Drehbuchautorin, bekannt aus Filmen wie "Sinn und Sinnlichkeit", "Tatsächlich Liebe", "The Meyerowitz Stories" und der Fantasy-Reihe "Harry Potter". Allerdings sucht sie sich ihre Rollen gut aus. "Ich mag keine Stereotype und ich habe es geschafft, nicht viele davon zu spielen", erklärte Thompson. "Ich habe Rollen abgelehnt, weil sie nach meinem Gefühl ungeheuerlich und falsch waren und Frauen meiner Ansicht nach nicht ehrlich darstellten." Allerdings wolle sie nicht nur gute, starke Frauen spielen. Sie habe auch schon Serienkiller und Verrückte gespielt. "Aber ich hatte das Gefühl, dass sie ehrliche Figuren waren."

Die Filmbranche dankte Thompson mit vielen Auszeichnungen, darunter auch dem Oscar. Auf dem Filmfest in München feierte ihr neuer Film "Kindeswohl" nach einem Roman von Ian McEwan Deutschlandpremiere. Als Familienrichterin ist Thompson darin mit einem leukämiekranken Teenager konfrontiert, der wegen seines Glaubens eine notwendige Bluttransfusion verweigert.


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