Fr., 30.8., 20.15 Uhr TV-Kritik: ARD-Schmonzette „Fliegen Lernen“

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<em>Machen gute Miene</em> zum schwachen Spiel: Eva (Gesine Cukrowski) und Hendrik (Franz Dinda) unternehmen gemeinsam einen Drachenflug. Foto: ARDMachen gute Miene zum schwachen Spiel: Eva (Gesine Cukrowski) und Hendrik (Franz Dinda) unternehmen gemeinsam einen Drachenflug. Foto: ARD

Osnabrück. Gesine Cukrowski und Franz Dinda haben die Hauptrollen in der ARD-Schmonzette „Fliegen lernen“ (30.8., 20.15 Uhr), mit der das Erste seinen schlechten Ruf am Freitagabend festigt.

Liebe liegt in der Luft, wenn der Freitagabend dämmert. Auch für die in Scheidung lebende Apothekerin Eva, die in einem idyllischen Ort lebt und Mutter zweier Söhne ist. Es gibt nur ein Problem: Sie verliebt sich in einen „knackigen Augustapfel“, einen jungen Assistenzarzt, der ihr Sohn sein könnte.

Konflikte und Handlung sind da natürlich vorhersehbar: Die Schwiegermutter, der Ex, die Söhne und das Dorf klagen sie deswegen an. Und: Ist der junge Mann vielleicht nur ein Techtelmechtel? Oder am Ende doch mehr?

Wiederholungstäter in der ARD: Hat man eine Freitagabendschmonzette gesehen, hat man eigentlich alle gesehen. Wie hier. Zusammengesteckt im Baukastenprinzip, in Fließbandarbeit runtergekurbelt und mit schmantiger Musik zugekleistert, werden hier die gleichen muffigen Erzählmuster Hunderter ähnlich realitätsferner Filmchen bedient. Zumal der Konflikt „Ältere Frau liebt jüngeren Mann“ eigentlich längst nicht mehr für einen „Skandal“ taugen dürfte. Und so bleibt das Ganze, trotz einer charmanten Gesine Cukrowski in der Hauptrolle, nur eins: altbacken.

Ein filmischer Groschenroman, finanziert mit Millionengeldern an Rundfunkgebühren. Billig ist hier leider nur die Machart.


Wertung: 2 von 6 Sternen


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