Houellebecqs „Unterwerfung“ Herr Selge, können Sie AfD-Wähler verstehen?

Von Daniel Benedict

In der Ein-Mann-Inszenierung von Houellebecqs „Unterwerfung“ wurde Edgar Selge zum Schauspieler des Jahres. Foto: rbb/NFP/Manon RenierIn der Ein-Mann-Inszenierung von Houellebecqs „Unterwerfung“ wurde Edgar Selge zum Schauspieler des Jahres. Foto: rbb/NFP/Manon Renier

Berlin. Wie denken Sie über Houellebecqs körperlichen Verfall? Kriegen Sie Applaus von der falschen Seite? Sind Sie religiös? Edgar Selge spricht über seinen ARD-Film „Unterwerfung“.

In der Ein-Mann-Inszenierung von Houellebecqs „Unterwerfung“ wurde Edgar Selge zum Schauspieler des Jahres. Am kommenden Mittwoch zeigt das Erste eine Fernsehfassung des Abends. Schon die Programmierung eines Theaterfilms zur Hauptsendezeit

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Edgar Selge wird am 27. März 1948 in Brilon geboren und wächst in Herford auf, in unmittelbarer Nähe zur JVA auf, die sein Vater leitet. Nach einem abgebrochenen Klavierstudium und mehreren Jahren als Philosophiestudent wird er an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule Schauspieler. Selge spielt im Ensemble des Berliner Schillertheaters und der Münchner Kammerspiele und gastiert am Burgtheater in Wien. Zu seinen Regisseuren zählen Dieter Dorn, Thomas Langhoff und George Tabori. Mit Jan Bosse erarbeitet er am Deutschen Schauspielhaus in Berlin Goethes „Faust“. Seine bekannteste Fernsehrolle ist der einarmige „Polizeiruf“-Kommissar Jürgen Tauber, den er von 2001 bis 2009 17-mal verkörpert. Zwei der Fälle erhalten den Grimmepreis. Am 6. Juni zeigt das Erste zur Primetime „Unterwerfung“, eine Adaption von Michel Houellebecqs kontroversem Roman über eine Islamisierung Europas. Der Film fußt auf Karin Beiers Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus, für die Selge als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet wird. Im Anschluss diskutiert Sandra Maischberger den Stoff. Seit 1985 ist Selge mit seiner Kollegin Franziska Walser verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

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