Interaktive Karte führt zu Blogs „Stories & Places“: Orte mit Geschichte

Von Manuela Kanies

Jeder Ort erzählt Geschichten: Auf „Stories & Places“ können Blogeinträge zu Städten verlinkt werden. Screenshot: NOZ/“Stories & Places“Jeder Ort erzählt Geschichten: Auf „Stories & Places“ können Blogeinträge zu Städten verlinkt werden. Screenshot: NOZ/“Stories & Places“

Osnabrück. Jeder Ort erzählt Geschichten. Man hat sie als Reisender selbst erlebt, trägt sie mit sich herum und teilt sie vielleicht noch mit den Reisebegleitern. Die interaktive Karte „Stories & Places“ sammelt diese Erinnerungen, die jeder selbst auf der Landkarte eintragen kann.

Ende 2012 sei die Idee zur Karte entstanden, auf der jeder Nutzer Ort und Link zu seiner Story selbst eintragen kann schreiben die Initiatoren der interaktiven Karte in ihrem Blog. Das Ziel: Individuelle Geschichten, die interessanter zu lesen sind, als Reisebücher oder Romane. Wichtig ist den Machern Jana Kunath und Volker Busse die persönliche Note hinter jedem Eintrag. Ob Stationen einer Weltreise, Erlebnisse auf einer Dienstreise oder die Beschreibung eines Stadtteils: Die individuelle Geschichte steht im Mittelpunkt auf „Stories & Places“.

So berichtet zum Beispiel Bloggerin Antje Schrupp von einem besonderen Erlebnis auf Kapverden. Sie war im Dezember 2011 dort zu Besuch, als die kapverdische Sängerin Cesaria Evora starb. Antje Schrupp wunderte sich über zwei Tage Staatstrauer, die ausgerufen wurde, stundenlange Hupkonzerte, kurz, den ganzen Aufwand, der in diesem kleinen Land betrieben wurde, um eine Sängerin zu betrauern. Als sie nachfragte, wurde ihr gesagt, die Sängerin sei für die Einwohner wie eine Königin gewesen.

Die Karte kann aber noch mehr, als nur zu einem Blogeintrag zu verlinken: Über einen Finnland-Eintrag stößt man auf den Blog „Myyrätohtori“ von Karen, der „Mäusedoktorin“, die seit 2003 in Finnland lebt und darüber in humorvoller Weise berichtet.

Wichtig ist Jana Kunath und Volker Busse der Hinweis, dass dieses Projekt ohne Kommerzhintergrund entstanden ist, „just for fun“. Außerdem sollte es klein, funktional und das Gegenteil von Facebook oder Foursquare sein. Das ist gelungen.