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Donnerstag, 9. Februar, Arte, 20.15 Uhr Schon gesehen: Gefährliche Seilschaften

Der Shootingstar der dänischen Politik Birgitte Nyborg Christensen (Sidse Babett Knudsen) inmitten von Journalisten und ihrer Familie. Copyright :ARTE F / © Mike Kollöffel/DRDer Shootingstar der dänischen Politik Birgitte Nyborg Christensen (Sidse Babett Knudsen) inmitten von Journalisten und ihrer Familie. Copyright :ARTE F / © Mike Kollöffel/DR

cob Osnabrück. Etwas ist faul im Staate Dänemark, denn es wird getrickst, intrigiert und gelogen, bis sich die Balken im Sitz des Parlamentes, Borgen genannt, biegen. Gut, dass es da noch Politiker wie Brigitte Nyborg gibt, die zuerst an ihre Ideale und dann an den Machtaufbau denkt. Aber wie lang kann sie derart idealistisch in der dänischen Politwelt bestehen?

Man ahnt es: nicht lange. Denn um im Spiel um die Macht mitzumischen, muss Brigitte ein Pokerface aufsetzen, kühl bleiben und ohne Ende bluffen. Das verschafft ihr dann auch den Job als Ministerpräsidentin, aber damit beginnen ihre Probleme erst. Und die sind für die Ehefrau und Mutter nicht nur im Parlament oder in TV-Interviews zu finden, selbst wenn die Nordeuropäer Karrierefrauen weitaus weniger verurteilen, als das in Deutschland noch der Fall ist. Politik, Medien, Sex, Kampagnen und Absprachen im Hinterzimmer: Arte zeigt nun die ersten zwei von zehn Teilen der in Dänemark ungemein erfolgreichen Politserie. Und während in Dänemark die dritte Staffel entsteht, überlegt man in den USA, wie man die Serie auf dortige Verhältnisse ummodeln kann. Beides zu Recht, denn „Gefährliche Seilschaften“ ist spannende, kluge und einfach gut gemachte Unterhaltung.

Wertung: 6 von 6 Sternen


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