ARD-Freitagabend Sympathisch: "Billy Kuckuck - Margot muss bleiben"

Von Marcel Kawentel

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Wird Billy Kuckuck (Aglaia Szyszkowitz) es wirklich fertigbringen, Margot Kühlborn (Monika Lennartz) aus der Wohnung zu werfen, in der sie über 50 Jahre lang gelebt hat? Foto: SWR/Degeto/Kai SchulzWird Billy Kuckuck (Aglaia Szyszkowitz) es wirklich fertigbringen, Margot Kühlborn (Monika Lennartz) aus der Wohnung zu werfen, in der sie über 50 Jahre lang gelebt hat? Foto: SWR/Degeto/Kai Schulz

Osnabrück. Am Freitag, den 27. April 2018 um 20.15 Uhr führt Das Erste mit „Billy Kuckuck - Margot muss bleiben“ die reihentaugliche Figur einer engagierten Gerichtsvollzieherin ein, gespielt von Aglaia Szyszkowitz.

Einer Gerichtsvollzieherin den Nachnamen Kuckuck zu geben, ist in etwa so subtil wie einen Ermittler Kommissar Handschelle zu nennen. Gemessen am verunglückten Titel ist die Geschichte um die engagierte Gerichtsvollzieherin, ihre schwierigen Fälle und ihr noch komplizierteres Privatleben jedoch erstaunlich sehenswert. Mit besonderem persönlichen Einsatz kümmert sich Billy Kuckuck (Aglaia Szyszkowitz) um ihre Fälle, vor allem um den der Rentnerin Margot, die wegen einer Eigenbedarfsklage des Eigentümers ihre Wohnung verlassen muss. Billy versucht zunächst das Verfahren zu verzögern, dann eine neue Bleibe für Margot zu finden. Doch dann erkennt sie, dass ihr Bild von den Menschen deren Komplexität nicht immer gerecht wird. 

Normal menschlich

Der elegante Twist, mit dem hier Billys Erwartung und auch die des Zuschauers auf den Kopf gestellt werden, könnte sinnbildlich stehen für die Art und Weise, wie der Film im Kleinen immer kurz vorm Klischee abbiegt. Vor allem das sympathische Spiel von Aglaia Szyszkowitz trägt darüber hinweg, dass die Spannungskurve sich mitunter wenig um die Eskalations-Dramaturgie handelsüblicher Schmonzetten schert. Es sind die ganz normalen menschlichen Probleme ohne künstliche Überhöhung, die hier ausreichen um 90 unterhaltsame Wohlfühlminuten zu füllen.

Wertung: 4 von 6 Sternen


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