Barbara Meier und Sergiu raus Let‘s Dance 2018: Llambi – der Konfliktnavigator



Berlin. „Let‘s Dance 2018“: Wird Joachim Llambi seiner Rolle als Juror einer Show für Profis und Laienkandidaten gerecht? In seiner aktuellen „Let‘s Dance“-Kolumne hat unser Gast-Kommentator, der mehrfache Weltmeister Michael Hull, da seine Zweifel.

Unser Gast-Kommentator Michael Hull hat ein gutes Verhältnis zu Joachim Llambi – aber kein kritikloses. Diesmal musste er sich wieder über den Kollegen ärgern. „Joachim Llambi ist ein wahrer Konfliktnavigator“, schreibt er nach der fünften Live-Show von „Let‘s Dance 2018“. Hier folgt Michael Hulls Sicht auf den Abend, die Tänze und das zu frühe Ausscheiden von Barbara Meier und Sergiu Luca:

Unser Experte: Michael Hull ist mehrfacher Weltmeister und kennt „Let‘s Dance“ seit den ersten Staffeln, in denen er als Juror neben Joachim Llambi saß. Foto: André Havergo

Llambi schmäht mit den Promi auch die Profis

Veränderungen sind nur durch Bewegung beeinflussbar, und die Profis setzen den Promis neue Ziele. Die Prominenten müssen dann nicht nur der Jury zugefallen, sondern auch dem Publikum authentisch näherbringen, was es heißt, sich einen Tanz zu erarbeiten. Aber Herr Joachim Llambi kritisiert mit harten Urteilen und schmäht damit auch die Profis, die verantwortlich dafür sind, was die Promis umsetzten können. (Sie macht die „Let‘s Dance“-Kostüme: Katia Convents plaudert aus dem Nähkästchen)

Konflikt statt Konstruktives: Llambi vs Mabuse

Vergleichen wir mal ein beispielhaftes Urteil der verschiedenen Juroren: Frau Motsi Mabuse erklärte praktisch am Körper von Roman Lochmann, wo man die senkrechte Spannung aufbauen soll. Das war für Roman konstruktive Kritik; er könnte etwas daraus lernen. Joachim Llambi dagegen kritisiert die Ausführungsformen von Iris bei ihrem Cha Cha Cha: Ihm war es zu hart; er fühlte sich ans Kartoffelstampfen erinnert. Christian Polanc setze viel Energie darein, dass Iris den Cha Cha im Staccato-Rhythmus vorführt. Natürlich waren kleine rhythmische Fehler zu sehen. Aber so überdeutlich wie Llambi seine Kritik formuliert hat, musste Christian denken: „Was soll ich überhaupt noch anders machen, damit ich in der kurzen Zeit das Ideale herausholen kann?“ (Trauerfall: Darum fehlte Barbara Meier in einer Folge von „Let‘s Dance 2018“)

Llambi findet Ingolf und Ekaterina altmodisch

Bei Ingolf und Ekaterina war es dasselbe. Die beiden haben zu „Country Roads“ einen Quickstep vorgeführt. Der komplette Tanz, in der Turnierform, ist für Ingolf sowas von Neuland; und er hat ihn gut und ruhig umgesetzt. Joachim Llambi meinte, dass die Sache zu altmodisch daherkam. Altmodisch? In der Ruhe liegt die Kraft, meine ich. Ingolf war nicht aus dem Takt, auch nicht aus dem Rhythmus, und er hat in seiner Quickstep-Vorführung eine Ruhe erreicht, die den anderen Kandidaten bislang nicht gelungen war. Ekaterina hat gute Arbeit geleistet!

( Polanc verteidigt Iris gegen Llambi: Wer sich den Arsch aufreißt, kann das auch von anderen erwarten!)

Wenn Llambi so kritisch dem Ingolf gegenüber war, verstehe ich nicht warum er dann beim Langsamen Walzer von Oana den Partner eher für seine Leistung gelobt hat, obwohl seine Choreo ähnlich gut, aber auch ähnlich altmodisch ausgeführt war? Die beiden tanzten trotzdem sehr ruhig und ausdrucksvoll.

In der letzten Woche tanzten Roman und Katja einen idealen Contemporary mit den höchsten Ziffern. Judith und Erich zeigten in der letzten Woche einen schönen Quickstep – und entgegen aller bisherigen Erwartungen bringt Judith hervorragende Leistung. Trotzdem wurde sie auch heute von Joachim Llambi stark kritisiert. Da hat sich selbst der Erich gewundert! (Florian Ambrosius? Wer ist der Moderator beim RTL-Spin-off „Bachelor in Paradise“?)

Jimi Blue Ochsenknecht & Renata Lusin

Jimi Blue wird eindeutig das Rennen ins Finale machen. Ob es sein Tango Argentino der letzten Woche war oder der aktuelle Tanz – man sieht, wie gut ihm das Tanzen steht.

Charlotte Würdig & Valentin Lusin

Valentin erweist sich – als Newcomer im Feld der „Let‘s Dance“-Profis – immer mehr als Traumbesetzung. Er versteht das Format und weiß, wie man seine Partnerin ins rechte Licht stellt.

Julia Dietze & Massimo Sinató

Julia und Massimo tanzen den Tango Argentino. Massimo sagt zu Recht, dass dieser Tanz einer der ausdruckvollsten überhaupt ist. Und die beiden tanzten ihn bühnenreif. Julia ist sehr beweglich, flexibel und zeigt sich unter der Führung von Massimo anpassungsfähig.

Warum sind Barbara Meier und Sergiu Luca raus?

Ausdrucksvoller geht es nicht. Wer ist hier der Profi?, frage ich mich bei den beiden manchmal – so gut hat sie sich gesteigert und er sich ihr angepasst. Klasse. Sehr, sehr schade, dass Barbara und Sergiu leider nicht weiter gekommen sind. Beide waren ein ideales Team, und ich hoffte, dass das Publikum es genauso sähe. Aber leider war es nicht so. Wie schon einmal berichtet, ist man bei „Let‘s Dance“ als Tänzer eben dem Publikum ausgeliefert, ganz unabhängig davon, wie gut man tanzt. (Mehr zum Thema: Wo sind Isabel Edvardsson und Sylvie Meis?)

Und hier noch einmal im Überblick die Tänze und Punktwertungen der fünften Show von „Let‘s Dance 2018“

  • Julia Dietze (36) und Massimo Sinató (37): Tango, „Tainted Love“, Soft Cell/Marilyn Manson –30 Punkte insgesamt,
  • Thomas Hermanns (55) und Regina Luca (29): Jive, „Shake it“, Metro Station – 29 Punkte insgesamt,
  • Charlotte Würdig (39) und Valentin Lusin (31): Samba, „La Tortura“, Shakira –26 Punkte insgesamt,
  • Barbara Meier (31) und Sergiu Luca (35): Cha Cha Cha, „Daylight In Your Eyes“, No Angels –25 Punkte insgesamt,
  • Jimi Blue Ochsenknecht (26) und Renata Lusin (30): Rumba, „Weinst Du?“, Echt – 24 Punkte insgesamt,
  • Bela Klentze (29) und Oana Nechiti (30): Slowfox, „Wire to Wire“, Razorlight – 23 Punkte insgesamt,
  • Judith Williams (45) und Erich Klann (30): Salsa, „Aguanile“, Marc Anthony –18 Punkte insgesamt,
  • Ingolf Lück (59) und Ekaterina Leonova (30): Quickstep, „Country Roads“, Hermes House Band –17 Punkte insgesamt,
  • Iris Mareike Steen (26) und Christian Polanc (39): Cha Cha Cha, „I’m Outta Love“, Anastacia –12 Punkte insgesamt,
  • Roman Lochmann (18) und Katja Kalugina (24): Paso Doble, „Bring Me To Life“, Evanescence –12 Punkte insgesamt.

Wer ist weiter, wer ist raus bei „Let‘s Dance 2018“?

Diese Tanzpaare sind noch dabei:

  • Charlotte Würdig & Valentin Lusin,
  • Iris Mareike Steen & Christian Polanc,
  • Judith Williams & Profitänzer Erich Klann,
  • Julia Dietze &Massimo Sinató,
  • Thomas Hermanns & Regina Luca,
  • Chakall & Marta Arndt,
  • Ingolf Lück & Ekaterina Leonova an,
  • Jimi Blue Ochsenknecht & Renata Lusin,
  • Bela Klentze & Oana Nechiti,
  • Roman Lochmann & Katja Kalugina.

Michael Hulls „Let‘s Dance“-Kolumne

Der mehrfache Weltmeister und Ex-Juror von „Let‘s Dance“ kommentiert für uns die aktuelle Staffel. Hier lesen Sie

Hulls Kritik zu ersten „Let‘s Dance 2018“-Ausgabe,

Hulls Kritik zu zweiten „Let‘s Dance 2018“-Ausgabe,

Hulls Kritik zu dritten „Let‘s Dance 2018“-Ausgabe.

Diese Tänzer sind bei „Let‘s Dance 2018“ schon raus:

  • Tina Ruland & Vadim Garbuzov,
  • Jessica Paszka & Robert Beitsch,
  • Heiko Lochmann & Kathrin Menzinger,
  • Barbara Meier & Sergiu Luca.

(Hat der Falsche gewonnen? So urteilt Michael Hull über den Sieg von Gil Ofarim über Vanessa Mai)


Die RTL-Show „Let‘s Dance“ geht in die elfte Staffel: Am Freitag, 9. März 2018, lernen die Promis ihre Profi-Tänzer kennen, die sie im besten Fall über 13 Folgen ins Finale begleiten. Das Kandidaten-Feld umfasst diesmal Barbara Meier, Judith Williams, Chakall, Heiko Lochmann, Iris Mareike Steen, Bela Klentze, Ingolf Lück, Jessica Paszka, Roman Lochmann, Tina Ruland, Thomas Hermanns, Julia Dietze, Jimi Blue Ochsenknecht und Charlotte Würdig. Zum ersten Mal moderiert Daniel Hartwich mit Victoria Swarovski. Die Siegerin der neunten Staffel löst Sylvie Meis ab, die in der dritten Staffel den zweiten Platz ertanzt hatte und ab der vierten moderierte. In der Jury sitzen wie gewohnt Joachim Llambi, Motsi Mabuse und Jorge Gonzalez.

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