Heute Abend im Arte-Programm Bedrohtes Paradies in der Doku „Mittelmeer in Gefahr“

Von Marie-Luise Braun

Das Mittelmeer zieht jährlich 300 Millionen Besucher an. Foto: Capa Presse TVDas Mittelmeer zieht jährlich 300 Millionen Besucher an. Foto: Capa Presse TV

Osnabrück. Wie kurz – und dumm – Investoren, Tourismusmanager und Politiker denken, die das ohnehin schon bedrohte Ökosystem Mittelmeer weiter melken möchten, zeigt die Dokumentation „Mittelmeer in Gefahr“ am 17. April um 20.15 Uhr auf Arte.

Am Ende droht der Zuschauer fast den Überblick zu verlieren, so viele Informationen hat Alexis Marrant über das Mittelmeer zusammen getragen: aus so vielen Ländern. Von so vielen Meereslebewesen. Über so viele Dinge, durch die es bedroht ist. Über so viele Pläne und Entwicklungen, die es in Zukunft noch stärker belasten werden. Das alles macht deutlich, in welcher schlechten Lage sich das Gewässer befindet, das zu den beliebtesten Reisezielen der Welt gehört.

In die geballte Ladung Information sind immer wieder Sequenzen eingeflochten, die verdeutlichen, welche Faszination das Mittelmeer im Kleinen wie im Großen ausübt. Mal abgesehen von Sonnenschein und Badegenuss.

Das Kopfschütteln kommt dann aber nicht aufgrund der geballten Information zustande, sondern durch die Idiotie von Tourismusmanagern, Investoren und Politikern, die dazu beitragen, dass das zerstört wird, woraus sie Profit ziehen möchten. Immerhin zeigt der Film auf, was der Einzelne tun kann, um das Mittelmeer zu schützen. Allen Ideen voran: Auf Kreuzfahrten zu verzichten. Dass viele Ideen zum Schutz – beispielsweise Pläne zum sanften Tourismus – bereits seit langem bestehen, aber nur vereinzelt umgesetzt werden, streift der Film nur am Rande.