Markante Protagonisten Sehenswert: „Als die Camper in den Norden kamen“

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Osnabrück. Rechtzeitig zur anstehenden Saison widmet sich die NDR-Reihe „Unsere Geschichte“ dem Phänomen Camping. Der Film „Als die Camper in den Norden kamen“ (NDR, Mittwoch, 21 Uhr) beleuchtet den Trend von seiner kulturhistorischen Seite und lässt Camper die Frage beantworten, was sie antreibt.

Camping boomt. 265000 Besucher drängelten sich Anfang des Jahres auf der Publikumsmesse Caravan – Motor – Touristik (CMT) in Stuttgart. 2017 sind mehr als 63000 Wohnwagen und Caravans neu zugelassen worden – allein in Deutschland. Da dürfte es dieses Jahr auf den Campingplätzen noch enger werden als sonst.

Nun befeuert der NDR den Trend mit einer sehenswerten Reportage aus der Reihe „Unsere Geschichte“. Mit ihrem Film „Als die Camper in den Norden kamen“ gelingt Filmautorin Heike Nikolaus ein kulturhistorischer Beitrag zum Thema, das dem Phänomen auf den Grund geht und dabei auch die DDR-Vergangenheit berücksichtigt. Im Vordergrund stehen aber natürlich ein paar besonders markante Protagonisten. Originale wie ein Ehepaar Österreich, das mit seinem alten Borgward (Baujahr 1961) und einer „Knutschkugel“ der Marke Eriba Puck (1964) im Schlepptau andere Campingurlauber zum Staunen bringt.

In ihrem Film geht Nikolaus freilich auch der Frage nach, was Menschen überhaupt dazu antreibt, nach dem Motto „Hotelbetten nein danke“ im Urlaub auf allerlei Bequemlichkeiten zu verzichten. Nicht-Camper mögen es kaum glauben. Aber eine Antwort lautet tatsächlich „Ruhe und Geborgenheit“.

Wertung: 4 von 6 Sternen.


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