Kommt das Grundeinkommen? Geld vom Staat für alle statt Sozialleistungen

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Arte präsentiert in „Komm Komm Grundeinkommen“ ein mögliches Zukunftsmodell sozialer Absicherung. Foto: dpaArte präsentiert in „Komm Komm Grundeinkommen“ ein mögliches Zukunftsmodell sozialer Absicherung. Foto: dpa

Osnabrück. Heute heiß diskutiert, morgen schon Realitätl? Arte präsentiert in „Komm Komm Grundeinkommen“ ein mögliches Zukunftsmodell sozialer Absicherung.

Wie wäre es, wenn jeder Bürger, egal ob arbeitet oder nicht, ob jung oder alt, arm oder reich, ein bedingungsloses Grundeinkommen vom Staat bekäme? Jeden Monat! Und das ganz ohne Bedingungen? Die Menschen  hätten keine finanzielle Sorgen mehr. Eine Spinnerei? In Zeiten, in denen die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander driftet, in der durch die Digitalisierung viele Jobs verschwinden und man in der Politik diskutiert, ob Hartz-IV-Regelungen  „gerecht“ sind, wäre „Lohnsklaverei“ ein Relikt der Vergangenheit. Im Gegenzug würden Sozialleistungen gestrichen, Bürokratie abgebaut. In seiner sehr unterhaltsamen Dokumentation lässt Regisseur Christian Tod vor allem Befürworter wie den Drogeriemarkt-Unternehmer Götz Werner oder Wissenschaftler zu Wort kommen. Und berichtet von erfolgreichen Feldversuchen in Namibia, sowie von einer Geldverteilung in Alaska, wo Ölfirmen allen Bürgern des US-Staates einen Grundbetrag bezahlen. Schade nur, dass diese mit amüsanten Filmzitaten versehene Reportage Kritiker, wie Gewerkschaftler, kaum zu Wort kommen lässt. Am Freitag zeigt 3SAT um 20.15 Uhr einen weiteren Beitrag über ein einjähriges deutsches Grundeinkommensexperiment. 

Wertung: 4 von 6 Sternen


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