Heute Abend im TV im Ersten „Amerikas Drohnenkrieger“ werden zu Drohnengegnern

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Osnabrück In ihrem aufrüttelnden Dokumentarfilm „Amerikas Drohnenkrieger“ (Das Erste, Mittwoch, 22.45 Uhr) porträtiert Sonia Kennebeck drei Kriegsveteranen der US Air Force, die heute den Einsatz militärischer Drohnen aufgrund ihrer Erfahrungen ablehnen und als Whistleblower gefährliche Konsequenzen auf sich nehmen.

Das US-amerikanische militärische Drohnenprogramm unterliegt höchster Geheimhaltung. Mitarbeitern, die sich als Whistleblower betätigen, drohen schlimmste Konsequenzen. Wie zum Beispiel Daniel, der direkt nach seiner Entlassung Besuch vom FBI bekam und mittlerweile untergetaucht ist, weil gegen ihn nach dem berüchtigten Espionage Act ermittelt wird. Dabei enthielten Informationen von Whistleblowern, so eine Fachanwältin in der beeindruckenden Dokumentation über „Amerikas Drohnenkrieger“, eigentlich nichts, was ohnehin nicht längst bekannt sei.

Sonia Kennebeck s Dokumentation widerlegt mit bedrückenden Bildern und Aussagen ehemaliger Beteiligter all jene Behauptungen, die den Einsatz militärischer Drohnen als „chirurgisch präzise“ schönreden und zivile Opfer ausklammern. Im Mittelpunkt des von Wim Wenders koproduzierten Films stehen dabei die drei durch ihre Erfahrungen traumatisierten „Drohnenkrieger“ Daniel, Heather und Lisa. Jung und naiv rekrutiert, konnten sie die Folgen ihrer Handlungen an abstrakten Bildschirmen fernab des Geschehens vorab nicht einschätzen. In Afghanistan verschafft sich Lisa später selber einen Eindruck über die Folgen eines solchen aus der Ferne gesteuerten Einsatzes. Ein wichtiger Film über das Töten.

„Amerikas Drohnenkrieger“: Das Erste, Mittwoch, 22.45 Uhr

Wertung: 6 von 6 Sternen.


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