Heute Abend im RTL-Programm Karrieregeil: August Wittgenstein in „Jenny - Echt gerecht!“

Von Marcel Kawentel

Harmonieren gut: August Wittgenstein und Birte Hanusrichter bei Dreharbeiten zur RTL-Anwaltsserie „Jenny - echt gerecht“. Foto: dpaHarmonieren gut: August Wittgenstein und Birte Hanusrichter bei Dreharbeiten zur RTL-Anwaltsserie „Jenny - echt gerecht“. Foto: dpa

Heute Abend um 20.15 Uhr startet auf RTL die neue Comedyserie „Jenny - Echt gerecht!“ mit Birte Hanusrichter als querulantischer Anwaltsgehilfin und August Wittgenstein als karrieregeilem Anwalt. Im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert er seine Rolle.

went Osnabrück. RTL hat mit seiner diesjährigen Offensive von seriellen Eigenproduktionen bisher gemischte Ergebnisse erzielt. Das Anwaltsmilieu wird nach „Beck is back“ nun abermals Schauplatz einer Comedy: „Jenny - Echt gerecht!“. August Wittgenstein, männlicher Hauptdarsteller, sprach mit unserer Redaktion über den Serienhype und Deutschlands Drehbuchautoren.

Humor ist Kontrast. Und so lautet das Rezept auch bei „Jenny - Echt gerecht!“ wieder, zwei möglichst gegensätzliche Charaktere aufeinander rasseln zu lassen. Titelheldin Jenny (Birte Hanusrichter) ist der Typ charmante Chaotin mit Herz, wie der deutsche TV-Zuschauer sie aus unzähligen romantischen Komödien kennt. Ihren unstillbaren Gerechtigkeitsdrang kann Jenny nach Herzenslust ausleben, nachdem sie - ein praktisches Missverständnis ausnutzend - in die Rolle der neuen Sekretärin einer renommierten Anwaltskanzlei schlüpft. Das gefällt Anwalt Maximilian Mertens - im Gegensatz zu Jenny der klassische Karrieretyp - ganz und gar nicht. Doch er muss sie dulden, da er ihr etwas schuldet. Und so nimmt ein unterhaltsames Spielchen seinen Lauf: Jenny rettet die Welt und Maximilian muss zähneknirschend mitmachen.

Keine Samthandschuhe

„Ich hatte in Deutschland noch nicht so viele Gelegenheiten komödiantisch zu arbeiten,“ sagt August Wittgenstein über seine Entscheidung Maximilian Mertens zu spielen. „Beim Lesen des Drehbuchs hatte ich gleich Spaß und habe mich beim Casting mit Birte Hanusrichter auf Anhieb gut verstanden. Das ist essentiell wichtig, einander nicht mit Samthandschuhen anfassen zu müssen. Wenn man mit jemandem zusammengewürfelt wird, mit dem man sich auf menschlicher Ebene nicht versteht, habe ich es ganz selten erlebt, dass ein entspannter und lustiger Dreh daraus wird.“

Dreherfahrung konnte August Wittgenstein - mit vollem Namen August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg - bereits bei internationalen Produktionen sammeln, etwa in der Netflix-Serie „The Crown“. Vor dem Dreh zu „Jenny - Echt gerecht!“ drehte der Sohn einer Schwedin und gebürtiger Siegener eine schwedische Serie. „Die Schweden können mit bescheidenen Mitteln einen guten Look zaubern,“ lobt er die skandinavischen Kollegen, relativiert den Vergleich von Produktionen in und außerhalb Deutschlands aber sofort wieder: „Das Budget spielt natürlich eine Rolle, da kann man ein paar mehr Lichter hinstellen, aber im Großen und Ganzen sind die Unterschiede nicht so gravierend. Ab einem gewissen Level sind alle Crews professionell.“

Bewegung auf dem deutschen Serienmarkt

Auf dem deutschen Serienmarkt sieht Wittgenstein derzeit Bewegung: „Ich habe das Gefühl, dass die deutsche Branche sehr schnell auf den Serienhype reagiert hat,“ glaubt der Schauspieler. „Mittlerweile gibt es viele deutsche Autoren, die das handwerklich gut beherrschen und Produktionen, die auch international funktionieren. Das ist gut für den deutschen Markt, aber auch für uns Schauspieler, ich hoffe, es geht so weiter.“

August Wittgenstein nahm sogar selbst 2015/16 an der Drehbuchwerkstatt München teil, gibt aber zu: „Es gibt noch so viel zu lernen. Ich fokussiere mich jetzt auf die Schauspielerei, und in 15 oder 20 Jahren kann ich dann vielleicht daran denken mal Regie zu führen oder selbst zu produzieren.“ Besonders reizen ihn historische Stoffe, immerhin hat er Geschichte studiert. „Wenn ich mir eine Figur aussuchen dürfte, wäre das wohl Peter der Große.“ Doch momentan hat er so viel zu tun, dass er es kaum einrichten kann selbst Serien zu schauen. „Ich schaffe meist nur die ersten zwei, drei Folgen, selten eine ganze Staffel. Zur Zeit schaue ich ‚The End of the Fucking World‘, das ist ganz angenehm, weil es nur acht Episoden à 20 Minuten sind.“

„Jenny - Echt gerecht!“ läuft in fünf Doppelfolgen und startet am Dienstag, den 3. April 2018, um 20.15 Uhr bei RTL.