Räuberpistole im Ersten Heute Abend im TV „Die Diplomatin Jagd durch Prag“

Von Frank Jürgens


Osnabrück In der dritten Episode der ARD-Reihe „Die Diplomatin“ leistet sich Natalia Wörner alias Botschafterin Karla Lorenz eine ziemlich hanebüchene „Jagd durch Prag“ (Das Erste, Samstag, 20.15 Uhr), die im wirklichen Leben mit Sicherheit zu mehreren diplomatischen Verwicklungen führen würde.

Endlich wieder sesshaft! Nach den turbulenten Ereignissen in Tunis und auf den Philippinen übernimmt die vormalige Sonderbotschafterin des Auswärtigen Amtes, Karla Lorenz ( Natalia Wörner), den hoffentlich ruhigen Posten als Botschafterin in Prag. Aber noch während ein paar salbungsvolle Worte zum Amtswechsel gesprochen werden, flüchtet sich eine verletzte und hochschwangere Frau (Mercedes Müller) auf das Gelände der geschichtsträchtigen Prager Botschaft. Ihr Partner Sean Miller (Angus McGruther), ein desertierter US-Soldat, sei auf der Flucht. Tatsächlich taucht auch er bald auf und bittet um Asyl – mit allerlei brisantem Videomaterial im Gepäck. Unterhalten die Amis vor Prag etwa einen Folterknast, in dem zu allem Überfluss auch noch ein unschuldiger Deutscher gequält wird?

In der dritten Episode der ARD-Reihe „Die Diplomatin“ tischt uns Regisseur Roland Suso Richter nach dem Drehbuch von Christoph Busche eine ziemlich unbekümmerte Räuberpistole auf. Natürlich landet Lorenz auf ihrer leicht undiplomatischen „Jagd durch Prag“ tief im finsteren Böhmerwald, wo sogar scharf auf sie geschossen wird. Was wohl unser neuer Außenminister Heiko Maas als Lebenspartner von Hauptdarstellerin Wörner von solch einem Einsatz hält?

Wertung: 4 von 6 Sternen.