TV-Programm am Donnerstag Starke 3Sat-Doku zeigt unappetitliche Methoden der Tomatenindustrie

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Unappetitliche Geheimnisse der Tomatenindustrie lüften Xavier Deleu und Jean-Baptiste Malet in ihrer intensiv recherchierten Dokumentation „Rotes Gold“ am 28. März um 20.15 Uhr auf 3Sat. Foto: dpaUnappetitliche Geheimnisse der Tomatenindustrie lüften Xavier Deleu und Jean-Baptiste Malet in ihrer intensiv recherchierten Dokumentation „Rotes Gold“ am 28. März um 20.15 Uhr auf 3Sat. Foto: dpa

Osnabrück. Italienische Tomaten aus China, Ausbeuterei: Unappetitliche Geheimnisse der Tomatenindustrie lüften Xavier Deleu und Jean-Baptiste Malet in ihrer intensiv recherchierten Dokumentation „Rotes Gold“ am 28. März um 20.15 Uhr auf 3Sat.

Der chinesische Unternehmer windet sich: „Es ist besser, wenn wir nicht über diese Dinge sprechen“, sagt der Tomatenproduzent, der eben noch stolz durch die Firma geführt hat. Dabei war zu sehen, wie ein Verdickungsmittel in seine Tomatensauce gemischt wird - das auf der Zutatenliste aber nicht auftaucht. Diese und weitere unappetitliche Fakten präsentieren Xavier Deleu und Jean-Baptiste Malet in ihrer höchst informativen Dokumentation.

Tomaten kommen aus Italien. So werden es sich die meisten Verbraucher vorstellen. Aber das war einmal – heute kommt das Gemüse aus den USA, aus China – und manchmal aus Italien. Tomatenanbau und -verarbeitung sind so lukrativ, dass viele auf den Markt drängen. Auf der Verpackung stehe trotzdem zumeist „Herkunftsland: Italien“, legt die Dokumentation dar. Wenige – legale – Tricks seien für diesen Etikettenschwindel nötig.

Afrika, Kanada, Frankreich, Italien, China – auf fast alle Kontinente reisten die Filmemacher für ihre Recherchen. Sie zeigen Verknüpfungen und Konsequenzen des globalisierten Markt auf – der viele Kleinbauern in den Ruin führt und Leiharbeiter ausbeutet. Der dritte Dumme ist der Verbraucher. Wer sich wehren will, sollte selbst anbauen oder zumindest selbst kochen.


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