TV-Programm am Freitag Sehenswert: Doku auf Arte über ein Leben abseits des Konsums

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Shoppen gehen kommt für die Protagonisten der Arte-Dokumentation „Re: Leben ohne Konsum. Die Vision von der Selbstversorgung“ nicht in Frage. Foto: dpaShoppen gehen kommt für die Protagonisten der Arte-Dokumentation „Re: Leben ohne Konsum. Die Vision von der Selbstversorgung“ nicht in Frage. Foto: dpa

Osnabrück. Wie ein Leben abseits des Konsums funktionieren kann – diesem Thema widmet sich eine sehenswerte Doku der Filmemacherin Tanja Dammertz. In „Re: Leben ohne Konsum. Die Vision von der Selbstversorgung“ zeigt sie junge Leute, die dieses Leben ausprobieren am 23. März, 19.40 Uhr auf Arte.

Einen Ort zu haben, an dem man nicht mehr an Geld denkt. Das wünschen sich Benjamin Lesage, seine Familie und seine Freunde. Gemeinsam bewirtschaften sie drei Hektar Land in Frankreich, auf dem sie sich eine Existenz abseits des Konsums aufbauen wollen. Behutsam führt die Filmemacherin Tanja Dammertz an die Denkweisen der jungen Leute heran, die sie mit weiteren Beispielen aus Österreich und Deutschland darlegt.

Es sind keine weltfremden Chaoten. Es sind pragmatische Idealisten, die mit der Einstellung durchs Leben gehen, die sich in zwei Worten benennen lässt: Besitz belastet. Sie wollen keinen Konsumterror, keinen Stress im Beruf, sondern Zeit für sich und ihre Lieben und Nähe zur Natur. In nur 30 Minuten blättert Dammertz auf, welchen Dingen sie sich stellen müssen und wie sie Kompromisse finden – wenn Benjamin und Jasmin beispielsweise eine Krankenversicherung für ihre Tochter haben möchten.

Den jungen Leuten ist klar, dass sie in Abhängigkeit von der Konsumgesellschaft leben, aus der sie aussteigen wollen – und auf deren Resten und Überproduktion sie sich ihre Existenz aufbauen. „Ich lebe in einer Welt voller Ausnahmen“, nennt Benjamin das. Es ist für ihn ein Antrieb, sich weiter zu entwickeln.


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