TV-Programm am Donnerstag Bieder: Arte-Miniserie „Ich liebe euch“ enttäuscht

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Jeremie (Olivier Barthelemy, li.) und Louise (Julia Faure, re.) wissen nichts von Hectors (Francois Vincentelli, Mi.) Spielen. Foto: ARTE France/ B. Linder/Italique ProductionJeremie (Olivier Barthelemy, li.) und Louise (Julia Faure, re.) wissen nichts von Hectors (Francois Vincentelli, Mi.) Spielen. Foto: ARTE France/ B. Linder/Italique Production

Osnabrück. Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Liebe Lust!“ zeigt Arte am Donnerstag, den 22.3.2018 ab 21.45 Uhr die dreiteilige Miniserie „Ich liebe euch“, in der ein Arzt sowohl eine Frau als auch einen Mann liebt und sich in Lügen verstrickt.

Die Dreiecksbeziehung hat im Themenkanon des Films schon lange einen Stammplatz. Der französische Dreiteiler „Ich liebe euch“ nimmt sich einmal mehr dieses Gegenstands  an - leider ohne wirklich etwas Neues zu erzählen oder für das Alte eine moderne Form zu finden. Der Arzt Hector führt eine glückliche Beziehung mit Jérémie. Gemeinsam mit ihrer lesbischen Mitbewohnerin wollen sie ein Kind bekommen. Dann trifft Hector seine Jugendliebe Louise wieder und stellt fest, dass er sie ebenso liebt wie damals, obwohl er doch mittlerweile, wie er geglaubt hat, schwul ist.

Moderne Story bieder erzählt

So modern die Figurenkonstellation klingt, so bieder ist die filmische Umsetzung von Clément Michel nach einem Drehbuch von Olivier Joyard und Jérôme Larcher. Während der erste der drei 50-Minüter sich wie eine Soap mit angezogener Handbremse anfühlt, hechelt der zweite Teil Allgemeinplätze der Verwechslungkomödie durch, wenn sich Hector in Lügen verstrickt. Erst der letzte Teil schafft es emotionale Teilnahme zu erzeugen, wenn die Schicksale von Louise und Jérémie näher beleuchtet werden. Der eitle Hector jedoch, der sich nicht zwischen den beiden entscheiden mag, bleibt angesichts der ebenso unentschlossen zwischen Komödie und Tragödie pendelnden Inszenierung unzugänglich.

Wertung: 3 von 6 Sternen


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