TV-Programm am Dienstag Langweilig: Sat1-Film „Liebe auf den ersten Trick“

Von Marie-Luise Braun

In dem 70-jährigen Millionär Reiner (Dieter Hallervorden, r.) findet die charmante Trickbetrügerin Annabel (Veronica Ferres, l.) ihr bisher lukrativstes Opfer. Alles läuft wie am Schnürchen, bis der gutaussehende Hochstapler Tom ihre Pläne torpediert. Foto: Charlie Sperring/Sat1In dem 70-jährigen Millionär Reiner (Dieter Hallervorden, r.) findet die charmante Trickbetrügerin Annabel (Veronica Ferres, l.) ihr bisher lukrativstes Opfer. Alles läuft wie am Schnürchen, bis der gutaussehende Hochstapler Tom ihre Pläne torpediert. Foto: Charlie Sperring/Sat1

Osnabrück. Unverschämt langweilig ist die als Komödie angekündigte Geschichte um die Trickbetrüger Annabel (Veronica Ferres) und Tom (Steffen Groth). In Kapstadt geht ihnen der vermeintlich reiche Reiner (Dieter Hallervorden) auf den Leim (20. März, 20.15 Uhr auf Sat1).

Sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt und können doch nicht zueinander finden. „Es ist doch schade, dass wir uns nicht unter anderen Umständen getroffen haben“, sagt Tom (Steffen Groth) zu Annabel (Veronica Ferres). Beide sind Trickbetrüger. Während sie anderen das Geld mit Liebesschwindel aus der Tasche ziehen, haben sie sich ineinander verliebt. Mit dieser auf Krawallhumor konzipierten Geschichte langweilt Sat1 seine Zuschauer eineinhalb Stunden.

Übertriebene Mimik, gestelzte Dialoge, unerotische Küsse: Gepaart mit der konstruierten Geschichte kommt schnell die Frage auf, für wie dumm der Sender, der Regisseur André Erkau, der Drehbuchautor Jan Haering und erfahrene Schauspieler ihr Publikum eigentlich halten. Ein ehemaliges Opfer von Annabel will sie auffliegen lassen und erpresst sie. Sie angelt sich daraufhin den vermeintlich reichen Reiner (Dieter Hallervorden), dessen Tochter (Katharine Mehrling) Tom heiraten will.

Immerhin: Die Aufnahmen aus Kapstadt sind schön. Aber auch, wenn Steffen Groth – als einziger – einen überzeugenden Auftritt hinlegt: Einzuschalten ist vergeudete Zeit. Zumal auch das Ende – so dämlich es auch ist – keine Überraschung ist. Nicht mal eine kleine.