TV-Programm am Donnerstag Starke Bilder: Norwegens Fjorde mit Aufnahmen von Jan Haft

Von Marie-Luise Braun

Orcas kommen im Winter in die Fjorde Nordnorwegens, um dort nach Heringen zu jagen. Die Schwertwale sind neugierige Tiere und schauen gern auch mal, was sich über Wasser tut. Dieses Verhalten nennen Wissenschaftler „Spyhopping“. Foto: nautilusfilm/NDROrcas kommen im Winter in die Fjorde Nordnorwegens, um dort nach Heringen zu jagen. Die Schwertwale sind neugierige Tiere und schauen gern auch mal, was sich über Wasser tut. Dieses Verhalten nennen Wissenschaftler „Spyhopping“. Foto: nautilusfilm/NDR

Osnabrück. Die Jagdtaktik der Orcas, Polarlichter, Nachtaufnahmen unter der Wasseroberfläche: Spektakulär sind die Bilder des vielfach ausgezeichnete Naturfilmers Jan Haft auch in „Naturwunder des Nordens: Fjorde“ am 15. März um 18.35 Uhr auf Arte.

Es gibt Dinge, die sind so beeindruckend, dass sie keiner Erläuterung bedürfen. Das gilt für die Bilder von Jan Haft. Ein ums andere Mal produziert der vielfach ausgezeichnete Naturfilmer bewegende Dokumentationen mit Aufnahmen, die einen besonderen, sehr intensiven Sog erzeugen. Dieses Mal kommen sie aus den Fjorden Norwegens. Haft zeigt überwiegend das Leben unter der Wasseroberfläche, das für Nicht-Biologen erstaunlich vielfältig ist. Zu sehen sind fluoreszierende Seefedern, die Jagdtaktik der Orcas, Polarlichter und wunderschöne Nachtaufnahmen.

Natürlich werden diese Bilder erläutert: Welche Tiere gerade zu sehen sind, welchem Naturphänomen Jan Haft und seine Kollegen über Wochen auf der Spur waren. Sebastian Winkler hat es als Sprecher aber leider nicht genügt, seinen Text unter diese Bilder zu legen. Er drängt sich in den Vordergrund, indem er eine künstliche Spannung moduliert. Zudem besteht der Text teilweise aus Plattitüden, wie „Ebbe und Flut sind Kräfte, die sich von nichts in der Welt aufhalten lassen.“ oder „Die Fjorde Norwegens sind ein einzigartiger Lebensraum. So einzigartig, wie unsere Erde.“ Aber wen das stört, der kann die Stimme abdrehen und allein die Bilder wirken lassen.