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Doku über Patchwork-Familie Schon gesehen: „Kinder! Liebe! Hoffnung!

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<em>Großfamilie</em> der Marke Patchwork: Marion (32) und ihr Sohn Lars (5, links) sind bei Kai (43) und seinen vier Kindern Liv (11), Bela (9), Enid (7) und Amon (5) vor einem halben Jahr eingezogen. Foto: SWRGroßfamilie der Marke Patchwork: Marion (32) und ihr Sohn Lars (5, links) sind bei Kai (43) und seinen vier Kindern Liv (11), Bela (9), Enid (7) und Amon (5) vor einem halben Jahr eingezogen. Foto: SWR

Osnabrück. Wenn Filmemacher selbst von den Ereignissen überrascht werden, ist eine gute Doku gelungen - so bei „Kinder! Liebe! Hoffnung!“ am 18.6. um 22.45 Uhr in der ARD.

Oft war in letzter Zeit von den Dokus im Ersten die Rede – wann und wie oft sie gesendet werden und warum. Wie viel Arbeit hinter dem einzelnen Stück steht, kann man meist nur erahnen. Für „Kinder! Liebe! Hoffnung!“ begleitete Sigrid Faltin ein Jahr lang eine Patchwork-Familie – ergebnisoffen, wie es so schön heißt. Denn die Realität stellte sich als dramatischer heraus als das ursprüngliche Konzept der Autorin.

Zum einen zeigt der sehr intime Dokumentarfilm ganz normale Probleme einer Familie, eines Paares. Ohne programmatische Verzerrung lässt Faltin ihre Protagonisten selbst reflektieren und kommentieren – und schafft so das dichte Porträt eines zeitgemäßen, offenen und warmherzigen Konzeptes von Familie.

Doch dann geschieht das Unvorhersehbare, wie so oft im „echten“ Leben: Vater Kai, selbst Arzt, wird mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert – Lungenkrebs. Wie dieses frische Paar mit fünf Kindern und einem solchen Schicksalsschlag umgeht, das ist nicht weniger als berührend und bewundernswert. Dass es das vor der Kamera tut, kann aus Zuschauersicht nur als Glücksfall bezeichnet werden und spricht für die sensible Herangehensweise der Filmemacherin.

Wertung: 6 von 6 Sternen


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