TV-Programm am Freitag Mitreißendes Arte-Porträt der Soulpionierin Betty Davis

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Osnabrück. Sexsymbol, kompromisslose Vorkämpferin, visionäre Künstlerin - „Betty Davis – The Queen of Funk“ (Arte, Freitag, 21.40 Uhr) hat Musikgeschichte geschrieben. Dann zog sie sich komplett zurück. Regisseur Phil Cox hat die einflussreiche Musikerin für sein Porträt aufgespürt.

Was macht eigentlich Betty Davis? Vor rund 50 Jahren begann die kompromisslose Funk- und Soulpionierin damit, das Frauenbild jener Zeit zu revolutionieren und auch das Selbstbewusstsein der afroamerikanischen Bevölkerung zu steigern. Carlos Santana nannte sie damals die „ Black Panther Woman“. Künstlerisch übte sie nicht nur nachhaltigen Einfluss auf ihren kurzzeitigen Ehemann Miles Davis aus. Auch spätere Musiker gleich welchen Geschlechts und welcher Hautfarbe haben der außerordentlichen Frau viel zu verdanken. Aber als später Künstler wie Madonna, Prince oder Amy Winehouse auf die Bühne treten, hat sich Betty Davis längst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und bleibt lange Zeit unauffindbar.

Da grenzt es fast an ein Wunder, dass es Regisseur Phil Cox trotzdem gelingen konnte, die Frau aufzuspüren. Irgendwo in Pittsburgh, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Interviews gibt sie zwar immer noch nicht. Doch zu einem kurzen Telefongespräch mit den einstigen Bandkollegen reicht es dann doch. Aber im Wesentlichen lebt Cox‘ mitreißendes Porträt der „Queen of Funk“ von allerlei Zeitzeugen, die sich auch darüber wundern, wie wenig Archivmaterial es über diese einflussreiche Künstlerin gibt.


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