Neue Episoden im Ersten Die Probleme des Alltags: Annette Frier überzeugt in „Hotel Heidelberg“

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Osnabrück. Die Leitung des Hotels und das turbulente Familienleben bringt Annette Frier in ihrer Rolle als Annette Kramer in den beiden neuen Episoden von „Hotel Heidelberg“ scheinbar spielend unter einen Hut. Doch ein Wunsch ihres Mannes bringt die Hotelchefin in eine schwierige Situation.

Nachdem ihr die Aufgabe als Hotelchefin zunächst Kopfzerbrechen bereitet hatte, meistert Annette Kramer (Annette Frier) ihre neue Rolle im Hotel Heidelberg mittlerweile mit großer Souveränität. Auch ihre dominante Mutter (Hannelore Hoger) grätscht ihr im Tagesgeschäft nicht mehr dazwischen. Doch im Privaten hat sie einige Baustellen: Sohn Jeremy (David Nolden) scheint auch ein Jahr nach dem Abitur nicht wirklich zu wissen, was er mit seinem Leben anfangen soll und Ehemann Ingolf (Christoph Maria Herbst) überrascht Annette mit seinem Kinderwunsch. „Sie ist eben nicht nur Hotelchefin, sondern hat zeitgleich auch ihre mütterlichen Pflichten. Es ist eine sehr moderne Figur, in der sich wahnsinnig viele Mütter wiederfinden“, sagt Hauptdarstellerin Annette Frier im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gute Harmonie zwischen Frier und Herbst

Der Ehemann will noch ein Kind – Die Ehefrau nicht. Es muss ein Kompromiss gefunden werden. Als der 14-jährige Waisenjunge Ole (Nico Ramon Kleemann) in der Praxis von Psychotherapeut Ingolf auftaucht, setzen er und Annette sich mit dem Thema Adoption auseinander. „Ohne Adoptiveltern wären wir eine arme Welt. Es ist ein wichtiges, aber nicht unheikles Thema“, sagt Frier. Probleme, vor die mögliche Adoptiveltern gestellt werden, machen die beiden Filme deutlich: Beispielsweise wie man mit der neuen Situation umgeht und wie man sich selbst sieht.

Gerade in diesen Szenen zeigt sich das gute Zusammenspiel von Frier und Herbst. Beide standen schon häufig gemeinsam vor der Kamera. „Wir haben ein gutes Timing. Außerdem haben wir unterschiedliche Energien, was sehr gut ist für unser Zusammenspiel“, sagt Frier. Den beiden Schauspielern sei wichtig gewesen zwei Menschen zu zeigen, die sich sehr lieben, aber auch oft aneinander vorbeireden. Trotzdem würden sie immer versuchen, den anderen zu verstehen.

Neben den familiären Problemen, wird auch ein Blick auf die Gäste geworfen. Während im ersten Teil eine Ex-Freundin von Ingolf im Hotel eincheckt und alles durcheinander bringt, wird im zweiten Teil das Thema Nationalsozialismus aufgegriffen. Eine Gruppe deutschnationaler Anwälte sorgt für Unruhe. „Es war uns wichtig zu zeigen, dass man sich mit diesem Thema auseinander setzen muss“, sagt Frier. Wegsperren und verbieten sei keine Lösung, um ans Ziel zu kommen.

Ab und zu etwas unübersichtlich

Frier-Fans kommen im Übrigen nicht nur bei den „Hotel Heidelberg“-Folgen auf ihre Kosten. Schon im April ist die Kölnerin wieder im TV zu sehen. In der ZDF-Herzkino-Reihe „Ella Schön“ spielt Frier ebenfalls die Hauptrolle.

Bei „Hotel Heidelberg“ gefallen Frier insbesondere die vielfältigen Möglichkeiten, Handlungen zu erzählen : „Wenn die Geschichte in einem Hotel spielt, kann man einerseits private Geschichten erzählen, aber auch die der Gäste. Das finde ich toll.“ Allerdings werden dadurch sehr viele Themen in einen Film gepackt. Es wäre verständlicher gewesen, sich auf weniger Aspekte zu konzentrieren. So führt es dazu, dass die Geschichte ab und an etwas überladen wirkt. Besonders als auf einmal eine alte Tante (Kathrin Ackermann) von Annette auftaucht, die Ansprüche auf das Hotel anmeldet, fragt man sich, warum diese jetzt auch noch ins Bild gerückt wird.

Trotz der vielen Themen schafft es der Film, dass einem die Hauptfiguren ans Herz wachsen und man gespannt abwartet, wie sie mit den Problemen des Alltags umgehen. Das liegt vor allem auch an Annette Frier, die die Hauptfigur überzeugend und mit viel Humor darstellt.

Zwei neue Episoden „Hotel Heidelberg“ sind jeweils freitags um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Die Folge „Kinder, Kinder!“ läuft am Freitag, 2. März, „... Vater sein dagegen sehr“ wird am Freitag, 9. März, ausgestrahlt.


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