TV-Programm am Mittwoch Bissige Satire auf die Arbeitswelt: „Die Firma dankt“

Von Christian Schubert

Die Firma stellt sich neu auf und Adam Krusenstern (Thomas Heinze, 2.v.r.) wird auf dem Firmenlandsitz mit Personalmanager John (Fabian Hinrichs, l.), dem für seine Jugend erstaunlich selbstbewussten Sandor (Ludwig Trepte, 2.v.l.) Personalconsultant Ella (Nora Waldstätten, Mitte) und Assistentin Mayumi (Gloria Endres de Oliveira, r.) konfrontiert. Foto: SWR/Alexander KlugeDie Firma stellt sich neu auf und Adam Krusenstern (Thomas Heinze, 2.v.r.) wird auf dem Firmenlandsitz mit Personalmanager John (Fabian Hinrichs, l.), dem für seine Jugend erstaunlich selbstbewussten Sandor (Ludwig Trepte, 2.v.l.) Personalconsultant Ella (Nora Waldstätten, Mitte) und Assistentin Mayumi (Gloria Endres de Oliveira, r.) konfrontiert. Foto: SWR/Alexander Kluge

Osnabrück. In „Die Firma dankt“ kämpft Krusenstern (Thomas Heinze) um seine berufliche Zukunft. Die Satire torpediert fröhlich die Grundfeste der Arbeitskultur.

Eine Internetfirma schluckt einen Konzern - die schmutzige Kündigungswelle rollt bereits. Noch offen ist Adam Krusensterns (Thomas Heinze) Zukunft. Die neue Firmenleitung lädt ihn in ein imposantes Schloss. Was Krusenstern dort vorfindet, entspricht dann aber so ganz und gar nicht seinen Erwartungen. Durch verwaiste Räume geistern vier schwer greifbare Personen, die erst mal erklären: „Es gibt kein Programm, es gibt keinen Zeitplan.“

„Die Firma dankt“ entpuppt sich als bissige Satire über die Arbeitskultur, über Macht- und Machtspiele, über Ängste und Hoffnungen. Man muss sich das vorstellen wie ein langes, bizarres Vorstellungsgespräch. Krusensterns Figur ist das dezent ironisierte Ideal eines guten Mitarbeiters: Strukturiert, engagiert, etwas piefig. Er trifft auf eine jüngere Generation, die im Grunde alles munter torpediert, worauf sein berufliches Selbstverständnis fußt. In den besten Momenten stehen Richtig und Falsch so selbstverständlich Kopf, dass man sich zwicken muss. Eine Leistung auch des hochkarätigen Schauspielpersonals. Ein Problem allerdings konnte der Film nicht abschütteln. Das Geschehen dreht sich im Kreis – und mit jeder Drehung schwindet ein bisschen das Interesse.