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TV-Programm am Freitag Unglaublicher Justizirrtum: Drama „Gefangen - Der Fall K.“

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Osnabrück. Ein unglaublicher Justizirrtum steht im Mittelpunkt des von realen Ereignissen inspirierten Dramas mit einem grandiosen Jan Josef Liefers in der Hauptrolle.

„Meine Person ist ausradiert. Es ist, als hätte ich nie gelebt.“ 2320 Tage war Wastl Kronach in der Psychiatrie eingeschlossen. Warum und wie er dort hineingeriet erzählt der sehenswerte Film von Henriette Piper (Buch) und Hans Steinbichler (Regie). Inspiriert wurde das Projekt dabei offensichtlich vom realen Fall Gustl Mollath, dem 2006 ähnliches wie der Hauptfigur widerfuhr.

Automechaniker Wastl Kronach ist mit Elke liiert, einer erfolgreichen Bankerin. Ein Traumpaar. Doch Wastl kommt hinter dubiose Schwarzgeldgeschäfte seiner Frau, die er publik machen will. Diese wiederrum zeigt ihn wegen angeblicher Körperverletzung an. Vor Gericht erscheint Wastl ohne Anwalt, ein Gutachten eines Psychiaters, den er nie getroffen hat, belastet ihn schwer und empfiehlt seine Einweisung.

Macht und Missbrauch derselben von Justiz und Psychiatrie stehen im Mittelpunkt des Films, der konsequent aus der Wastl´s Perspektive erzählt. Der wird grandios von Jan Josef Liefers verkörpert. So gut hat man den Schauspieler, bekannt als alberner Rechtsmediziner im Münsteraner „Tatort“, schon lange nicht mehr gesehen. Julia Koschitz als Partnerin und Gegenpart agiert nicht weniger sehenswert. „Was mir passiert ist, könnte jedem passieren“, sagt Wastl zum Schluss. Beängstigend.


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