Er lieh Bert seine Stimme Bekannt aus Horrorfilmen und Sesamstraße: Sprecher Christian Rode tot

Von dpa

Ernie (l) und Bert. Christian Rode lieh seine Stimme vielen Weltstars, darunter auch Bert aus der Sesamstraße. Am Wochenende (17./18.02.2018) ist der Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher mit 81 Jahren in Berlin gestorben. Foto: Georg Wendt/dpaErnie (l) und Bert. Christian Rode lieh seine Stimme vielen Weltstars, darunter auch Bert aus der Sesamstraße. Am Wochenende (17./18.02.2018) ist der Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher mit 81 Jahren in Berlin gestorben. Foto: Georg Wendt/dpa

Berlin. Von Christopher Lee bis zu Bert aus der Sesamstraße: Christian Rode lieh seine Stimme vielen Weltstars - am Wochenende ist der Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher mit 81 Jahren in Berlin gestorben.

Das teilten seine Sprecherschule und die Agentur Stimmgerecht am Dienstag mit. Die Liste der Filmgrößen, die Rode ins Deutsche synchronisierte, ist sehr lang und reicht von Michael Caine über Rock Hudson bis hin zu Christopher Plummer.

Sein markantes tiefes Timbre ist aber vor allem den Fans von Horror-Klassikern im Ohr. Er sprach unter anderem „Frankenstein“ Peter Cushing, „Dracula“-Darsteller Christopher Lee und „Theater des Grauens“-Star Vincent Price. Rode war aber auch in Gruselstücken des Hörspielverlags Europa zu hören und tauchte zudem bei den Serien „Die drei Fragezeichen“ und „TKKG“ immer wieder in Nebenrollen auf.

„Kindern wird seine Stimme des Bert aus der Sesamstraße für immer unvergesslich bleiben“, sagte Björn Akstinat, Autor eines Fachbuchs zum Thema Hörspiel, über den gebürtigen Hamburger Rode. „In den letzten Jahren sprach er sich als Sherlock Holmes in die Herzen vieler Hörspielfans. Gemeinsam mit Kollege Peter Groeger, der die Rolle des Dr. Watson übernahm und erstaunlicherweise auch erst vor einem Monat verstarb, vertonte er alle Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle.“ Akstinat betonte: „In Deutschland, wo so viele Hörspiele produziert und konsumiert werden wie sonst nirgends auf der Welt, wird man noch lange an beide denken.“