Martin Klempnow in anderer Rolle Neue WDR-Show „Geheimniskrämer“: Promis lüften ihre Geheimnisse

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„Der Dennis“ war einmal: Martin Klempnow ist jetzt der „Geheimniskrämer“. Foto: Henning Kaiser/dpa„Der Dennis“ war einmal: Martin Klempnow ist jetzt der „Geheimniskrämer“. Foto: Henning Kaiser/dpa

Osnabrück. Am Sonntag um 22.15 Uhr startet im WDR die neue Show „Geheimniskrämer“ – eine Mischung aus Talk und Quiz. Moderator Martin Klempnow, besser bekannt in seiner Comedy-Rolle „Der Dennis aus Hürth“, sprach mit unserer Redaktion über die Kraft des Humors und die Schwierigkeit Moderationskarten zu lesen.

Andrea Sawatzki auf dem Moped? Ein Bild, das beim TV-Zuschauer ein wenig Fantasie erfordert um es heraufzubeschwören. Genau dieser Effekt ist es, auf den die neue WDR-Show „Geheimniskrämer“ setzt. „Ich habe Prominente, zum Teil Freunde, eingeladen,“ verrät Moderator Dirk Klempnow im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es geht um deren Geheimnisse, die im Fernsehen zu erzählen sie nicht gewohnt sind und die auch manchmal nicht unbedingt zu ihrem Image passen. Das sind oft Geschichten aus Kindheit oder Jugend, aber auch besondere Fähigkeiten, die man nicht erahnen würde.“ Es gilt in Fragerunden zu erraten, zu wem der anwesenden Prominenten das Geheimnis gehört, wobei auch der Geheimniskrämer selbst von sich ablenken darf und bei Erfolg einen Punkt bekommt. Aber wie findet man überhaupt Prominente, die freiwillig im Fernsehen Geheimnisse preisgeben?

„Viele haben sofort zugesagt, weil es nicht die typische Talkshow ist, in die man geht um etwas zu promoten, sondern ein neues Format,“ erzählt Klempnow. „Es ist eine Gelegenheit kuriose persönliche Geschichten zu verraten.“

Neue Rolle für „Dennis aus Hürth“

Auch für Klempnow selbst war viel Neues an der Rolle des Moderators. „Auch wenn ich bei ‚Der Dennis Show‘ schon Moderator und Co- Produzent war, ist das eher eine ungewohnte Rolle für mich. Ich bin sicher nicht der klassische Moderator. Bei den Proben hat sich herausgestellt, dass ich ganz gut mit den Leuten umgehen kann und dass es mir wahnsinnigen Spaß macht der Gastgeber zu sein.“ Dafür stellte sich ein simples handwerkliches Problem heraus: „Ich habe gemerkt, dass ich eine Brille tragen muss um Hinweise zu lesen, die neben die Kamera gehalten werden. Durch einen Unfall, den ich als 16-Jähriger hatte, ist Lesen für mich etwas schwierig.“

Klempnow, der nach der Schule Jura studierte, hatte schon früh seine ersten Berührungen mit der Fernsehwelt, allerdings zunächst nicht vor der Kamera. „In Hürth wurden damals so tolle Sachen produziert wie ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ oder ‚RTL Samstag Nacht‘, da war ich Kartenabreißer. Das war mein erster Kontakt. Der Regisseur Hanno Brühl hat mich beim Basketballspielen auf dem Schulhof für eine Fernsehrolle entdeckt.“ Das bescherte ihm 1993 seine erste TV-Rolle im Film „Kahlschlag“.

Vom Kartenabreißer zum Schauspieler

Nach der Schauspielschule spielte Klempnow am Theater. Doch auch seine ‘fachfremden‘ Übergangsjobs empfindet er als Bereicherung. „Es hat mir geholfen, dass ich viele Jobs gemacht habe: Bauarbeiter, Kellner, Türsteher. Daher habe ich einen Fundus an Figuren, aus dem ich schöpfen kann.“ Die wohl bekannteste dieser Figuren ist der Berufsschüler Dennis, mit dem er auf der Bühne, im Radioprogramm von Eins Live und bei RTL 2 in „Der Dennis Show“ Erfolge feierte. „Ich bin Fan von Otto Waalkes, Loriot, Hape Kerkeling und vor allem Dieter Hallervorden,“ sagt Klempnow. „Die hatten alle Kunstfiguren. Dennis hat immer in mir geschlummert, vielleicht bin ich selbst ein bisschen Dennis. Als ich die Idee zu der Figur hatte, wurde über solche Jungs eher schlecht berichtet als gelacht.“

Mittlerweile hat Klempnow sich vor allem mit Dennis eine Fangemeinde erspielt. „Ich habe eine Fanbase auf Baustellen, im Baumarkt, bei Feuerwehr und Polizei. Die halten mich auch mal an um ein Foto zu machen. Die winken und ich brülle dann zurück: ‚Ey, du Otto!‘ Da ist die Freude groß. Dennis soll vor allem Spaß machen.“ Neben der Unterhaltung ist Klempnow aber auch wichtig etwas zu verändern. „Wenn man so viel Aufmerksamkeit bekommt, kann man damit auch etwas erreichen. Ich engagiere mich unter Anderem mit der Organisation ‚Joblinge‘ für Jugendliche, die Schwierigkeiten haben einen Ausbildungsplatz zu finden. Ich glaube, Humor ist da ein toller Botschafter.“

In der Auftaktfolge von „Geheimniskrämer“ sind zu Gast: Ruth Moschner, Frank Plasberg, Marijke Amado und Grammy-Gewinner Harold Faltermeyer.


Geheimniskrämer. Sonntag, 22.15 Uhr, WDR.

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