Zuschüsse stehen zur Debatte Bedeutet Donald Trumps Plan das Aus für die Sesamstraße?

Von Anna Rüb, shz.de

US-Präsident Donald Trump streicht für 2019 die Zuschüsse an öffentliche Radio- und Fernsehsender. Auch die deutsche Kindersendung Sesamstraße ist betroffen. Archivfoto: Georg Wendt/dpaUS-Präsident Donald Trump streicht für 2019 die Zuschüsse an öffentliche Radio- und Fernsehsender. Auch die deutsche Kindersendung Sesamstraße ist betroffen. Archivfoto: Georg Wendt/dpa

Washington. US-Präsident Donald Trump streicht für 2019 die Zuschüsse an öffentliche Radio- und Fernsehsender. Auch die deutsche Kindersendung Sesamstraße ist betroffen.

Eine Kindheit ohne Ernie und Bert, Kermit den Frosch oder das Krümmelmonster? Das ist einfach unvorstellbar. Seit den 1970er-Jahren wachsen Millionen Kinder in Deutschland mit den Berühmtheiten der Sesamstraße auf. Das könnte bald – dank Donald Trump – ein Ende haben. So hat der US-Präsident im Haushaltsplan für 2019 die Zuschüsse an öffentliche Radio- und Fernsehsender gestrichen.

Was das mit der beliebten Kinderserie zu tun hat

Auch der US-Sender Public Broadcasting Service (PBS) ist von den Sparmaßnahmen betroffen. Dieser strahlt die Kinderserie aus und zahlt Lizenzgebühren, die etwa zehn Prozent der Produktionskosten decken, berichtete die Bild. Einige Szenen der deutschen Folgen würden noch immer in New York produziert, die Puppen von Sesame Workshop hergestellt.

Seit 2015 läuft eine Kooperation mit dem Pay-TV-Sender HBO. Die Sesamstraßen-Folgen werden kostenlos über PBS gesendet, einige Monate später dann auf dem Bezahlsender ausgestrahlt. Dieser könnte die Rettung für deutsche Kinder sein und für die Finanzierung der Serienproduktion sorgen, wenn die Zukunft des öffentlichen Rundfunks in Frage gestellt wird.

Ob Trump mit seinem Entwurf beim Kongress durchkommt, der das Haushaltsrecht in den USA hat, ist aber noch fraglich.