TV-Programm am Donnerstag Neuer Fall des Zürich-Krimis: Borchert und die Macht der Gewohnheit

Von Marie-Luise Braun

Borchert (Christian Kohlund) als Tröster: Gwen (Mercedes Müller) sorgt sich um ihre vermisste Freundin. Foto: ARD Degeto/Graf Film/Roland Suso RichterBorchert (Christian Kohlund) als Tröster: Gwen (Mercedes Müller) sorgt sich um ihre vermisste Freundin. Foto: ARD Degeto/Graf Film/Roland Suso Richter

Osnabrück. Einen spannenden Fall um Wirtschaftskriminalität und kriminelle Jugendliche entschleunigt der jüngste Zürich-Krimi mit Christian Kohlund und Ina Paule Klink durch altväterliches Gehabe in „Borchert und die Macht der Gewohnheit“ am 15. Februar um 20.15 Uhr in der ARD.

So ein Krimi kann eine feine Sache sein, wenn er spannend erzählt wird, es eine ungewöhnliche Geschichte ist oder dem Zuschauer Raum gegeben wird, sich seinen eigenen Reim auf das Gezeigte zu machen. Zeitweise bietet das der jüngste Fall von Thomas Borchert (Christian Kohlund) und Dominique Kuster (Ina Paule Klink). Leider aber verhelfen überlange Kamera-Einstellungen inklusive sphärischer Musik sowie väterlich-pädagogische Anwandlungen des „Anwalts ohne Lizenz“ nicht dazu die Spannung zu steigern.

Kuster hat das Mandat für den jungen Kleinkriminellen Tim Ritter (Ludwig Simon) übernommen, der beim gemeinsamen Einbruch mit einem Freund in eine Villa über die Leiche des Hausbesitzers stolpert. Zwar stellt sich Tim der Polizei, die glaubt aber, dass er sehr wohl Schuld daran trägt, dass Hubert Thalmann (Stephan Bürgi) erstochen in seinem Wohnzimmer liegt. Wie in den bisherigen Fällen auch, unterstützt Borchert seine jüngere Kollegin dabei, den wirklichen Ursachen auf den Grund zu gehen. Allerdings nicht ohne permanent Erläuterungen für ohnehin offensichtliches aufzusagen. Fast scheint es, hier sollen die Zuschauer für dumm verkauft werden. Am Ende aber gibt es dann doch noch eine überraschende Wendung.