TV-Programm am Mittwoch Lecker? 3sat-Dokumentation „Wie gesund ist unser Brot?“

Von Susanne Haverkamp

Aus diesem Teig soll ein schmackhaftes Brot entstehen. Foto: dpaAus diesem Teig soll ein schmackhaftes Brot entstehen. Foto: dpa

Osnabrück. Weizen, Roggen, Wasser, Salz und Sauerteig: Gutes Brot braucht nicht viele Zutaten, aber viel Liebe und Mühe. Handarbeit ist besser als Industriebrot, meint die Dokumentation „Wie gesund ist unser Brot“ am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 20.15 Uhr bei 3sat.

Die Deutschen sind stolz auf ihr Brot. Österreicher und Schweizer auch. Die Dokumentation „Wie gesund ist unser Brot“ schaut sich deshalb in Deutschland, Österreich und der Schweiz um. Wobei der Titel der Sendung missverständlich ist: Es handelt sich keineswegs um eine wissenschaftliche Überprüfung verschiedener Brotsorten, schon gar nicht um eine Vergleich verschiedener Großbäckereien und der Qualität ihrer Produkte. Vielmehr ist der Film eine Rundreise durch kleine traditionsreiche Privatbäckereien.

Zum Beispiel die „In-Bäckerei“ John Baker in Zürich. Die Tradition der alten Bäckerdynastie sieht man nicht, denn der junge Chef, Jens Jung, hat einen hippen Laden daraus gemacht. Inklusive Schaubäckerei und Fahrradkurier. Der Berliner Laden von Lars Siebert sieht hingegen noch genauso aus wie bei seinem Urgroßvater. Die Salzburger Stitfsbäckerei St. Peter heizt den Ofen noch mit echtem Feuer ein. Der Hofladen Walter in Kärnten nutzt den alten Johannisroggen, die Bäckerei Imhof den ebenso traditionsreichen Emmer und in Davos verkauft man Chiabrot an die Fitten und Wohlhabenden.

Die „Industriebäcker“ bekommen im Vergleich zu „mit Liebe gemacht“ so manchen Seitenhieb ab. Ob das in Sachen Gesundheit gerechtfertigt ist, erweist der Film aber nicht.

  

Wie gesund ist unser Brot?, Mittwoch, 14. Februar 2018 um 20.15 Uhr bei 3sat

Drei von sechs Sternen