Zum Arte- Programm Bildgewaltige Tierdoku „Jäger der Lüfte“

Von Tom Heise


Tierfilmer Jürgen Eichinger porträtiert bildgewaltig in „Jäger der Lüfte“ (Montag, 5. Februar 2018, um 18.35 Uhr auf Arte) Habichte, Bussarde und Adler und zeigt ihre Jagdtechniken.

Wie ein Habicht auf der Jagd fliegt die Kamera durch den Wald. Mit starken Bildern beginnt die Dokumentation von Jürgen Eichinger, die sich bekannten Raubvögeln in Deutschland widmet. Jeder Vogel wird dabei knapp charakterisiert: der Habicht ist „der Schnelle“, der Mäusebussard „der Angepasste“, der Schlangenadler „der Geschickte“ oder der Steinadler „der Starke“. Dabei zeigt der Filmemacher vor allem am Beispiel des Habichts, mit welchen speziellen Techniken die Jäger der Lüfte erfolgreich sind.

Insbesondere die Sehleistungen des Habichts verblüffen. Das Tier hat eine drei- bis viermal höhere Netzhautauflösung als der Mensch und nimmt noch 160 Bilder pro Sekunde als Einzelbilder wahr. Zudem besitzt der Vogel in seinen Augen ein „eingebautes Fernglas“. Doch geht Eichinger beim Habicht ins Detail, vermisst man diese Tiefe bei den Adlern, wo der Autor die verschiedenen Arten schnell abhandelt. Dabei würde man gerne mehr über „den Geschickten“ erfahren: der Wespenbussard nämlich schlägt seine Beute nicht, sondern gräbt sie aus, während der Schreiadler („der Seltene“ ) zu Fuß auf die Jagd geht. Spektakuläre Bilder eines Luftkampfes zwischen Habicht und Turmfalke entschädigen diese Defizite aber und zeigen Stärke, Schnelligkeit und Schönheit der Luftakrobaten.

Jäger der Lüfte: Montag 05. Februar 2018, 18.35 Uhr, Arte.

Wertung: Vier von sechs Sternen