Krimi am Samstagabend im ZDF Lauwarme Hausmannskost: Die 12. „Stralsund“-Folge

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Osnabrück. In der 12. Folge der „Stralsund“-Reihe mit dem Titel „Das Phantom“ bieten Autor, Regisseur und Schauspieler nur eine mäßige Performance. Ernüchterndes Ergebnis: kaum mehr als lauwarme Krimi-Hausmannskost.

Wassertank leer. Bohnen aus. Die Kaffeemaschine im Flur des Polizeipräsidiums spielt im 12. Fall des Teams um Nina Petersen (Katharina Wackernagel) eine zentrale Rolle. Sie hilft Reihenautor Martin Eigler, sein Personal zu versammeln, den Fall zu erörtern und den Zuschauer auf den neuesten Stand zu bringen. Kommissar Hiddes (Alexander Held) Betriebsamkeit beim Auffüllen der fehlenden Ressourcen bringt dabei Bewegung in die statische Situation.

Die Krimi-Kollegen von der Ostsee jagen ein Phantom. Mehrere Frauen fühlen sich beobachtet und verfolgt, Studentin Sonja Richter wird ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen ergeben, dass alle Frauen ein Verhältnis mit Uni-Professor Lauder (Johann von Bülöw) hatten, der gerade mit Dezernatschefin Seibert angebandelt hat. Doch auch Sonjas Freund und der Campus-Hausmeister scheinen verdächtig.

Teils schauspielerische Leistungen wie im ersten Studienjahr, unglaubwürdige Verflechtungen und zu offensichtlich präsentierte Verdächtige schwächen die neueste „Stralsund“-Folge. Spannend und interessant könnte die Beziehung der neuen Leiterin Seibert zum Team werden. Hier hat der Autor aktuell Konflikte angelegt. Dieses Mal aber wird kaum mehr als lauwarme Hausmannskost geboten.


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