TV-Programm am Freitag Ungewöhnlich: ARD-Freitagsfilm „Die vermisste Frau“

Von Susanne Haverkamp

Karen (Corinna Harfouch) lernt bei Bruno (Ulrich Matthes) in „Die vermisste Frau“ das Schießen. Der Film läuft am Freitag (02.02.) um 20:15 Uhr im Ersten. Foto: Conny Klein/ARD Degeto/dpaKaren (Corinna Harfouch) lernt bei Bruno (Ulrich Matthes) in „Die vermisste Frau“ das Schießen. Der Film läuft am Freitag (02.02.) um 20:15 Uhr im Ersten. Foto: Conny Klein/ARD Degeto/dpa

„Die vermisste Frau“ mit Corinna Harfouch und Ulrich Matthes: Ungewöhnlicher Freiagsfilm am 2. Februar 2018 um 20.15 Uhr in der ARD. Ein skurriler Krimi mit witzigen Dialogen und guten Schauspielern.

Die erste Minute zieht das Panorama des gesamten Films auf: Rotwein, Zigaretten, Lebensmüdigkeit bei gleichzeitiger hingebungsvoller, geradezu verzweifelter Liebe. Und natürlich muss es regnen. Schütten sogar. Tragisch,das alles.

Karen ( Corinna Harfouch) liebt ihren Mann Georg (Jörg Hartmann) so sehr, dass sie für ihn ins Wasser gehen würde. Dann bekäme er nämlich eine Million Versicherungssumme und wäre bei seinen Kredithaien aus dem Schneider. Nur leider gibt es zwei Probleme: Sie traut sich letztlich nicht und er verdient ihre Liebe nicht.

Skurrile Geschichte, witzige Dialoge

Der heutige Freitagsfilm im Ersten ist untypisch. Weil er ein Krimi ist und keine übliche Herz-Schmerz-Story, aber auch, weil er skurril ist, herrlich ironisch und ziemlich gemein. Wer kommt schon auf die Idee, aus einem Auftragskiller ( Ulrich Matthes) den eigentlichen stillen Helden zu machen und der Heldin den Beruf der Prothesenmacherin (korrekt: Orthopädietechnikerin) anzudichten.

Nein, der Film brilliert nicht durch atemlose Spannung und manchmal schießt er ein bisschen über das Ziel hinaus ins Alberne, aber nur selten. Wer die Romantik zum Wochenausklang liebt, wird dieses Mal enttäuscht sein. Dafür können aber die einschalten, die eine originelle Alternative zum ZDF-Krimi suchen.