TV-Programm am Freitag Zum vorletzten Mal: Sehenswerter Krimi „Unter Verdacht“ aus Arte



In der vorletzten Folge der Ausnahmereihe „Unter Verdacht“ ermittelt Senta Berger im Umfeld der Bundeswehr. Einen sehenswerten Gastauftritt hat dabei Ulrich Noethen.

Langsam heißt es Abschied nehmen von einer der qualitativ besten Krimireihen im deutschen Fernsehen. Zum vorletzten Mal treten die internen Ermittler Dr. Eva Maria Prohacek und André Langner in Aktion.

Wemmer (Ulrich Noethen), ein Beamter aus dem Sozialreferat,  hat vor einer Bundeswehrkaserne eine deutsche Flagge verbrannt. Sein Sohn wurde während eines Manövers, bei dem ein neues Waffensystem getestet wurde, schwer verletzt und liegt im Koma. Prohacek und Langner müssen nicht nur wie gewohnt gegen ihren Chef Dr. Reiter, sondern auch gegen den Militärischen Abschirmdienst und die Rüstungslobby ankämpfen.

Auch wenn die dramaturgischen Mechanismen dieser Reihe fast schon ins Stereotype abdriften, faszinieren die Filme dennoch. Dies liegt zum einen daran, dass gesellschaftlich relevante Probleme spannend und ohne erhobenen Zeigefinger inszeniert werden. Zum anderen ist es ein Verdienst der Darsteller. Senta Berger, Rudolf Krause und Gerd Anthoff sind ein eingespieltes Team und immer sehenswert. Als Gast veredelt Noethen die vorletzte Folge, der intensiv die Wut und Verzweiflung seiner Figur nach außen transportiert. Den bevorstehenden Abschied machen uns die Protagonisten so nicht leichter.

Unter Verdacht - Verschlusssache

Freitag 12. Januar 2018, 20.15 Uhr, Arte

Wertung: Sechs von sechs Sternen

 

 


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