TV-Programm am Freitag ARD-Komödie „Krügers Odyssee“ – ein Trauerspiel

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Drei Ur-Berliner: Krüger (Horst Krause, M), Ecki (Jörg Gudzuhn, r) und Bernd (Fritz Roth) in einer Szene des ARD-Films „Krügers Odyssee“. Foto: Stephanie Kulbach/ARD/dpaDrei Ur-Berliner: Krüger (Horst Krause, M), Ecki (Jörg Gudzuhn, r) und Bernd (Fritz Roth) in einer Szene des ARD-Films „Krügers Odyssee“. Foto: Stephanie Kulbach/ARD/dpa

Horst Krause ist in „Krügers Odyssee“ in Griechenland auf der Suche nach dem Vater seiner Enkelin. Eine ARD-“Schmunzelkomödie“ zum Abgewöhnen!

Von wegen neues Jahr, neues Glück: Wer glaubte, „Das Erste“ würde freitags um 20.15 Uhr mal was anderes zeigen als den üblichen TV-Trash, der dürfte mit „Krügers Odyssee“ eines Schlechteren belehrt werden. Diesmal muss der von Horst Krause gespielte Großvater Krüger die Hochzeit seiner hochschwangeren Enkelin retten, indem er zusammen mit zwei Trinkkumpanen in  Griechenland den zum Mönch gewordenen Vater auftreibt, ohne den die Hochzeit nicht stattfinden soll. Zumal die Zeit drängt: Schließlich soll das Kind ja nicht – Gott bewahre! – unehelich zur Welt kommen.

Hallo? Schreiben wir das Jahr 2018? Oder hat die produzierende ARD-Filmtochter DEGETO mal wieder an der Uhr gedreht? So muffig wie in den 50ern, altbacken-klischeehaft erschien schon lange kein ARD-“Schmunzelfilm“ mehr. Da muss sich selbst die an schlechten Beispielen überreiche DEGETO wohl – noch mehr als sonst – in Grund und Boden schämen. Zumal die schalen Witze über moderne Kunst (die natürlich nichts taugt) oder alternde Hippies in einer Strand-Kommune (selbstredend alles Kiffer, Vegetarier und Dauerdiskutanten) helfen, längst überkommen geglaubte Vorurteile zu verfestigen. Eine öde Peinlichkeit zum Fremdschämen.


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