„The Other Side of the Door“ Saftlos: Sarah Wayne „Lori“ Callies nervt erneut

Von Frank Jürgens | 03.06.2016, 08:00 Uhr

Osnabrück Der Film „The Other Side of the Door“ versucht sich als moderne Spukhaus-Variante à la „Insidious“, besitzt aber nicht deren inszenatorische Raffinesse.

Ein tragischer Autounfall in ihrer Wahlheimat Indien bringt das Leben der zweifachen Mutter Maria (Sarah Wayne Callies) vollkommen aus dem Lot. Sie gibt sich die Schuld am Tod ihres Sohnes, den sie im Gegensatz zu ihrer Tochter Lucy nicht retten konnte. Von der einheimischen Haushaltshilfe Piki (Suchitra Pillai) erfährt sie von einem uralten Kult, mit dessen Hilfe Maria ihren Sohn noch ein letztes Mal wiedersehen könne, um sich von ihm zu verabschieden.

Der Weg führt in ein einsames, verfallenes Haus inmitten eines weit entfernten Waldstückes. Nur eine Regel müsse dort beachtet werden. Was auch immer passiert – auf gar keinen Fall dürfe Mutter Maria während des Kontaktes zum Totenreich die Tür öffnen! Ob ihr das gelingt? Zurück in ihrem einsamen Herrenhaus spukt es jedenfalls schon bald sehr gewaltig.

Saftlos

Die in der indischen Film City Mumbai entstandene Produktion „The Other Side of the Door“ verschenkt leider trotz exotischer Kulisse ihr reizvolles Potenzial. Regisseur und Co-Autor Johannes Roberts versucht sich saftlos in der wieder modern gewordenen Tradition einer altmodischen Spukhaus-Geschichte. Aber für erkennbare Vorbilder wie die „Insidious“-Filmreihe fehlt ihm leider die inszenatorische Raffinesse. Ein paar aufdringlich kalkulierte Schockeffekte machen noch keinen Kultfilm.

Am interessantesten dürfte für Genre-Fans aber sowieso der Auftritt von Hauptdarstellerin Sarah Wayne Callies sein. Tragisch für die Schauspielerin – ihre Mutterrolle ist hier erneut mindestens so nervtötend angelegt wie jene der Lori Grimes in „The Walking Dead“ .