Steinzeit-Forschung Schöninger Speere: Gute Entscheidung für Frankfurt

Meinung – Dr. Stefan Lüddemann | 31.07.2016, 18:21 Uhr

Niedersachsen vergibt die Forschung der Schöninger Speere nach Frankfurt. Prompt hagelt es Proteste. Dabei ist die Entscheidung richtig. Sie lautet: Raus aus der Provinz.

Forschungskrieg um acht Speere aus der Steinzeit: Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic lässt lieber Frankfurter Spezialisten als die einheimischen Denkmalpfleger weiter zu den Funden aus der Steinzeit forschen. Damit düpiert sie Fachkräfte vor Ort. Die Proteste, die postwendend artikuliert werden, muss sie aushalten. Dabei hat die Ministerin richtig entschieden. Hier weiterlesen: Das Museum für die Steinzeit-Speere .

Niedersachsen schafft es nicht aus eigener Kraft, die Sensationsfunde der ältesten Jagdwaffen der Menschheit angemessen zu erforschen und dem Publikum zu vermitteln. Das ist die bittere Botschaft der umstrittenen Entscheidung. Es reicht eben nicht aus, ein eigens für die acht Holzwaffen errichtetes Museum als Fördermaßnahme für das strukturschwache Gebiet rund um Helmstedt zu etablieren. Der große Erfolg blieb aus. Hier weiterlesen: Eine Reise zurück in die Steinzeit. 

Heinen-Kljajic schließt das Paläon nun über die Senckenberg-Gesellschaft an ein internationales Netzwerk an. Dahinter steht der Wunsch, den Waffenfund international besser zu platzieren und die Besucherzahlen des Speer-Museums zu steigern. Das ist mit Bordmitteln offenbar bisher nicht gelungen. Hier weiterlesen: Warum und wie starben die Dinosaurier?