Star Wars mischt die Karten neu Mehr Geld für Disney, weniger für die Kinos?

Meinung – Ralf Döring | 16.12.2015, 18:02 Uhr

Für diesmal ging die Sachen noch glimpflich aus: Disney und die Kinobetreiber haben einen Kompromiss bei der Verteilung der Kinoeinnahmen gefunden. Doch die Sache ist noch nicht ausgestanden.

Der Major-Konzern zeigt sich verhandlungsbereit, aber das Ziel scheint klar: Disney möchte die Gebührenschraube fester anziehen. Das heißt: mehr Geld für den Verleih und weniger für die Kinos. Auch von anderer Seite droht den Kinos Ungemach: Die großen Filmverleih-Unternehmen wollen ihre Filme früher online vermarkten.

Die Kinos sind da, zumindest in Deutschland, wachsam. Vor allem aber sind sie offenbar nicht machtlos: Sie haben ihre Boykott-Drohung so glaubhaft formuliert, dass Disney lieber einlenkte, als Einbußen an der Kinokasse hinzunehmen. Das lässt hoffen, wenn im Januar nachverhandelt wird. Aber man kann davon ausgehen, dass Disney seine Forderung nach mehr Geld neu und sehr nachdrücklich formulieren wird.

Am Ende der Verwertungskette stehen aber immer die Filmliebhaber/-innen. Sie entscheiden, ob Star Wars zum großen Kinospektakel wird oder zum privaten Fernsehabend. Jedes Ticket wird also zum Argument dafür, auch die nächsten Star-Wars-Folgen im Kino zu schauen. Zu vernünftigen Preisen.