Spaß und Ironie Zwischen Punk und Liedermacher: Funny van Dannen im Rosenhof

Von Tom Bullmann, Tom Bullmann | 10.06.2018, 18:38 Uhr

Osnabrück Ein bisschen Punk, ein bisschen Liedermacher der alten Schule und ein bisschen Bob Dylan, wenn er die Mundharmonika spielt: Das ist Funny van Dannen. Der Musiker, der gerade 60 Jahre alt geworden ist, lieferte seiner Fangemeinde im Rosenhof eine Auswahl an neuen Liedern und alten Gassenhauern.

Schräg und schüchtern ist dieser Sänger. Wenn er dem Publikum mitteilen möchte, dass er in seinem Leben noch keinen Babysitter und keine Putzfrau benötigt hat und dass er seit 20 Jahren nicht mehr beim Friseur war, dann schreibt er einen Song mit dem Titel: „Ich habe einen Arbeitsplatz vernichtet, oder sogar zwei…“. Außerdem hat er eine „Verbraucherphobie“, heult beim Nana-Mouskouri-Konzert und flötet flockig vor sich hin, bevor er über die Tücken der „Schilddrüsenunterfunktion“ singt.

Spezieller Humor

Er schafft es tatsächlich, Worte in Melodien zu betten, die andere Menschen kaum aussprechen können. Dafür lieben ihn seine Zuschauer, die im Rahmen seiner „Sommerwind“-Tournee mal nicht stehen müssen, sondern auf Stühlen Platz nehmen können. Für sie betont er, dass es ironisch gemeint ist, wenn er singt, dass er irgendwann mal Bayern-München-Fan sein wird und sich so „integrieren“ will. Der Mann hat wirklich einen speziellen Humor.